Abnehmen: Schüßlersalze wirken wie Sport

Abnehmen: Schüßlersalze wirken wie Sport

Schüßlersalze wirken wie Sport. Von diesem Effekt der Schüssler-Salze für das Abnehmen profitieren vor allem Menschen, für die eine sportliche Betätigung nicht in Frage kommt oder die damit ganz einfach nichts am Hut haben. Auf die Möglichkeit, Schüßlersalze einzusetzen, um mangelnde Bewegung auszugleichen, weisen Heilpraktiker und Ärzte seit längerem hin. Die Salze regen nämlich – genau wie Sport – den Stoffwechsel an, sie beschleunigen ihn bis zur Turbo-Leistung. Das ist der Grund, warum Schüßlersalze beim Abnehmen helfen. Sie regulieren den Zellstoffwechsel und sorgen damit für eine optimale Funktion der Zelle. Und je schneller der Körperstoffwechsel abläuft, desto leichter verliert er an Gewicht. Das ist gerade für ältere Menschen, die sich nicht mehr so intensiv bewegen, und für Menschen, die aus anderen Gründen Bewegungseinschränkungen in Kauf nehmen müssen, besonders hilfreich.

Die Stoffwechseloptimierung  ist grundsätzlich erforderlich, wenn eine Gewichtsabnahme gelingen soll. Auf die immer wieder gestellte Frage, „Warum werden wir eigentlich dick?“ hat der Oldenburger Mediziner Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler schon vor über 150 Jahren die noch heute gültige Antwort gegeben: wenn wir dick werden, dann stimmt etwas nicht mit dem Stoffwechsel in der Zelle.  Sie ist der kleinste Baustein des Körpers. Wenn die Zellen wachsen, Fett einlagern, Wasser ansammeln und sich vermehren, wachsen Umfang und Gewicht des gesamten Körpers. Das Abnehmen muss also ganz folgerichtig in den Zellen und in deren Stoffwechsel beginnen. Wie stark ein veränderter (verlangsamter) Stoffwechsel die Gewichtsentwicklung beim Menschen beeinflusst, haben schon Millionen ehemalige Raucher erfahren müssen. Sie setzen plötzlich Gewicht an, wenn sie nicht mehr rauchen.

Wie kommen die Salze in die Zelle?

Wilhelm Heinrich Schüßler entwickelte, aufbauend auf seinen Forschungsergebnissen zum Zellstoffwechsel, eine sensationelle Therapie: die biochemische Heilbehandlung mit Salzen. Und er entdeckte auch, wie die anorganischen Mineralsalze, wenn sie der Zelle fehlen, wieder ersetzt werden können. Schüßler arbeitete ausschließlich mit den von ihm entdeckten zwölf Hauptsalzen, die er immer wieder im menschlichen Organismus festgestellt hatte. Lesen Sie dazu: Schüßler-Salze: Anwendung und Wirkung - Zwölf Salze müssen es sein.

Schüsslersalze beschleunigen den Stoffwechsel und helfen dadurch beim AbnehmenSchüsslersalze beschleunigen den Stoffwechsel und helfen dadurch beim Abnehmen

Da die Zellen im Körper von einer Schutzhaut, der Membran, umgeben sind, können Mineralsalze, die man mit der Ernährung zu sich nimmt,  in dieser Form nicht ins Zellinnere gelangen, wo sie gebraucht werden. Aber durch die auch in der Homöopathie angewendeten Verdünnungen werden die Mineralstoffe so fein verteilt, dass sie die Schutzhülle zu durchdringen vermögen und rasch dorthin gelangen, wo sie wegen eines Mangels dringend nötig sind.

Schüßler stellte deshalb aus seinen zwölf Mineralsalzen homöopathische Potenzen her, getreu seiner Erkenntnis: „Jedes Salz muss so verdünnt werden, dass es die Funktion gesunder Zellen nicht stört, aufgetretene Funktionsstörungen aber ausgleichen kann.“ So gingen Mineraltherapie und Homöopathie eine Verbindung ein, und die Schüßler-Salze, so wie sie bis heute im Gebrauch sind, waren damit erfunden.

Durch die homöopathische Aufbereitung der Schüßler-Salze kann ihre Wirkung sofort nach dem ersten Kontakt mit dem Verdauungstrakt beginnen, und der beginnt bekanntlich im Mund. Die Schleimhäute nehmen die verdünnten Heilsalze bereits hier auf. Sie gelangen zum größten Teil gar nicht in  Magen und Darm, wo sie durch Magensäure und andere  Verdauungssäfte verändert werden könnten.

Die von Schüßler für seine Mineralsalze fast durchgehend verwendete Potenzierung D6 hat sich so sehr bewährt, dass sie auch heute noch von Pharmazeuten, Ärzten und Heilpraktikern als die Regel-Potenz anerkannt ist. Eine Ausnahme bilden lediglich die auch von Schüßler bereits  anders potenzierten Mittel Calcium fluoratum, Ferrum phosphoricum und Silicea. Sie werden als D12-Potenz  angewendet.

Welche Schüßlersalze sind zum Abnehmen geeignet?

Folgende Schüssler-Salze werden seit Jahrzehnten erfolgreich als Begleitmaßnahmen für eine  Reduzierung des Körpergewichtes eingesetzt: Kalium phosphoricum D6, Natrium phosphoricum D6, Natrium sulfuricum D6. Wenn verfettete Körperstellen sehr wabbelig oder schwammig sind, kann zusätzlich Calcium phosphoricum D6 Abhilfe schaffen. Zur Stoffwechseloptimierung für eine gezielte Gewichtsabnahme hat  es sich in diesem Fall von schwammigem Fettgewebe besonders bewährt, von Calcium phosphoricum D6  und Natrium chloratum D6 im Wechsel, je 5 Tabletten täglich einzunehmen. Ist das Fett dagegen eher wässrig, werden Natrium sulfuricum D6 und Natrium phosphoricum D6 je 5mal täglich im Wechsel eingenommen. Als Alternative in der Anti-Fetttherapie kann auch die folgende sehr bewährte  Rezeptur angewandt werden: Vor dem Frühstück auf nüchternen Magen 5 Tabletten Kalium phosphoricum in heißem Wasser gelöst schluckweise einnehmen. Vor dem Mittagessen die gleiche Anwendung mit Natrium phosphoricum D6 und vor dem Abendessen mit Natrium sulfuricum D6.     

Schüsslersalze werden seit Jahrzehnten zum Begleitmaßnahmen zum Abnehmen eingesetztSchüsslersalze werden seit Jahrzehnten zum Begleitmaßnahmen zum Abnehmen eingesetzt

Wichtig ist die langfristige Einnahme der Schüßlersalze.  Eine einmalige Anwendung ist kaum erfolgreich.  Außerdem müssen für eine gelungene Gewichtsreduzierung einige weitere Regeln beachtet werden:

Übergewicht entsteht nicht von alleine. Das Ungleichgewicht zwischen Energiezufuhr und Energieverbrauch kann zu enormen Ansammlungen von Energiereserven unter der Haut führen. Insofern gehorcht der menschliche Organismus dem Gesetz der Thermodynamik: die Summe der Energie bleibt gleich – was nicht verbrannt wird, dient der Reserve. Aber nur der Mangel an Verbrauch von reichlich zugeführten Energien, sprich die eingeschränkte Bewegung des modernen Menschen, ist nicht alles, was dick macht. Neuere Erkenntnisse der Ernährungsphysiologie haben ergeben, dass die möglichen Ursachen für Übergewicht von genetischer Disposition über Essverhalten und Bewegungsmangel bis hin zu krankmachender Ernährung mit billigem Fastfood reichen.

Hochveredelte Nahrungsmittel machen dick

Stress macht dick, denn er führt dazu, Nahrungsmittel auch ohne Hungergefühl in sich hineinzustopfen. Nicht selten wird aus Langeweile, Ärger und Frustration einfach gegessen. Hochveredelte Nahrungsmittel, wie sie in der Natur gar nicht vorkommen, machen dick – zum Beispiel Sahne, Kristallzucker, Weißmehl. Früher schmeckte manches Essen wirklich nur bei Hunger – heute sind die Lebensmittel von der Ernährungsindustrie so auf den Zeit-Geschmack zugeschnitten, dass es für viele ganz einfach eine Lust ist, zu essen.

Kurzer Spaß – lange Reue  

„Das Essen ist eine ungerechte Sache. Jeder Bissen bleibt höchstens zwei Minuten im Mund, zwei Stunden im Magen, aber drei Monate auf den Hüften“, haderte Modeschöpfer Christian Dior mit den Fakten. Und diese Ungerechtigkeit ist ganz besonders groß, weil sie keinesfalls jeden in gleicher Weise trifft. Beim einen werden die Nährstoffe bis zum Letzten ausgenützt und umgesetzt, beim anderen nicht. Die guten Futterverwerter werden bei gleichen Lebensbedingungen und gleicher Nahrungsaufnahme dick, die schlechten nicht. Jeder kennt Beispiele dafür aus Familie und Bekanntenkreis.

Und was hat PAL mit dem Gewicht zu tun?

Eine besondere Rolle spielt bei der Gewichtsentwicklung des Körpers der sogenannte Grundumsatz. Man bezeichnet ihn auch als Physical activity level (PAL). Es ist gut etwas darüber zu wissen. Der PAL errechnet sich aus dem jeweiligen Körpergewicht, dem Alter und der täglichen Bewegung. Ein erwachsener Mann von etwa 25 Jahren, der jeden Tag an seinem Arbeitsplatz in der Fabrik steht und anstrengende körperliche Tätigkeiten verrichtet, kommt auf einen PAL von etwa dem Faktor 2,4.  Ein Rentner über 65, der einen ruhigen Lebensabend verbringt und vor allem innerhalb des Hauses lebt, hat einen PAL mit dem Faktor von ungefähr 1,2. Um auszurechnen was dies heißt, gibt es eine Formel, die für Männer und Frauen leicht unterschiedlich ist.

Die Formel für den Grundumsatz

Bei Männern gilt: Eine Kilokalorie pro Kilo Körpergewicht mal 24 Stunden, multipliziert mit dem PAL-Faktor ergibt den Grundumsatz. Man setzt beim PAL-Faktor, wenn man ihn nicht genau kennt, am besten einen mittleren Wert ein. Bei Frauen nimmt man 0,9 Kilokalorien pro Kilo Körpergewicht mal 24 Stunden multipliziert ebenfalls mit einem mittleren Faktor.

Auf diese Weise erfährt man, was der Körper verbraucht, ohne dass er überhaupt eine besondere Leistung erbringt. Fast zwei Drittel des Grundumsatzes werden übrigens allein für die Körpertemperatur gebraucht, die konstant um die 36,5 Grad Celsius betragen muss. Das restliche Drittel an Energie verbrauchen die einzelnen Organe für ihre Funktion – oder sie landet in Fettdepots, wenn es zu viel wird.

Wenn der Körper zusätzlich Leistung bringt, kommt auch ein größerer Energieverbrauch hinzu. Dieser Leistungsumsatz ist umso höher, je mehr Muskeln beteiligt sind, denn die Energie wird vor allem durch die Arbeit der Muskulatur verbrannt. Der Leistungsumsatz macht bis zu 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs des Körpers aus.

Abnehmkur mit Schülersalzen

Schüßlersalze sollten über einen Zeitraum von ca. acht Wochen eingenommen werden, um bei einer Abnehmkur  optimal wirksam werden zu können. In dieser Zeit lässt man am besten dreimal täglich die ausgewählten Schüßlersalz-Tabletten langsam im Mund zergehen, so dass sie bereits hier mit ihrer Wirkung beginnen können. Für eine Kur sollte man sich neben den bereits erwähnten Salzen speziell zum Fettabbau (Kalium phosphoricum D6, Natrium phosphoricum D6, Natrium sulfuricum D6 kombiniert mit Calcium phosphoricum D6) die folgenden Schüßlersalze besorgen:

Das Schüssler-Salz Nr. 4, Kalium chloratum D6. Dieses Salz regt besonders gut den Stoffwechsel an. Außerdem kann es bei der Entgiftung und Entschlackung des Körpers helfen.

Das Schüsslersalz Nr. 5, Kalium phosphoricum D6 ist für die Regulation der Energieversorgung in den Körperzellen zuständig. Es stärkt die Kraft der Zellen und damit des gesamten Organismus, so dass es leichter wird, mit evtl. reduzierter Kost zurechtzukommen.

Das Schüssler-Salz Nr. 6, Kalium sulfuricum D6 ist der wichtigste Stoffwechselbeschleuniger. Es löst den Turbo aus. Durch Kalium sulfuricum D6 Salz werden die Verdauungsprozesse gefördert.  Außerdem stärkt es die Sauerstoffversorgung der Zellen und damit des gesamten Organismus.  

Das Salz Nr. 7, Magnesium phosphoricum D6 ist das bekannte Schüssler-Schmerzmittel und wird z. B. gegen Muskelkrämpfe als „Heiße Sieben“ eingesetzt. Es wirkt aber auch einer weit verbreiteten Darmträgheit entgegen und kann Verstopfungen vorbeugen oder lösen helfen. Sogar ein gewisser Heißhunger auf Süßes, wie er manchmal bei Stress oder auch bei Diäten auftritt, soll dadurch gemildert oder überwunden werden.

Das Schüssler-Salz Nr. 8, Natrium chloratum D6 ist für den Wasserhaushalt der Zellen und damit des gesamten Organismus zuständig.  Bei der Abnehmkur mit Schüßlersalzen steuert es den  Flüssigkeitshaushalt des Körpers.

Das Schüssler-Salz Nr. 9, Natrium phosphoricum D6 ist das Salz, das den Fettstoffwechsel beschleunigt. Es dämmt z. B. auch einen gewissen Heißhunger auf fettige und süße Speisen ein.

Das Schüssler-Salz Nr. 10, Natrium sulfuricum D6 regt die Leber an, optimiert die Ausscheidung über die Nieren, und fördert den Gallefluss.  Auch dies ist wichtig für die Beschleunigung und damit die Optimierung des Stoffwechsels.

Schüßlersalze erleichtern die Abnehmkur

Ganz allgemein ist zu sagen, dass Schüßlersalze bei einer Abnehmkur vor allem die Verdauungsorgane und damit auch den Stoffwechsel aktivieren. Der gefürchtete Heißhunger wird gemildert. Die Ausscheidungsorgane (Leber, Niere) profitieren von den Schüßlersalzen und werden in ihrer Funktion angeregt.

Unkonzentriertheit, Kopfschmerzen, Reizbarkeit und Müdigkeit sind häufige Begleiterscheinungen von Abnehmkuren. Gerade diese Begleiterscheinungen werden durch die Einnahme der empfohlenen Schüßlersalze deutlich gemildert und auch von daher eignen sich viele der von Dr. Heinrich Schüßler einst entdeckten zwölf  Körpersalze ganz besonders zur Begleittherapie beim Abnehmen.

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