Wundermittel Manuka-Honig – mehr als nur ein Lebensmittel

Wundermittel Manuka-Honig – mehr als nur ein Lebensmittel

Der Manuka-Honig wird von Honigbienen aus dem Blütennektar der Südseemyrte (Manuka) erzeugt, welche hauptsächlich in Neuseeland und im südöstlichen Australien wächst. Die Südseemyrte (lat. Leptospermum scoparium) wird schon seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin eingesetzt. Schon die Ureinwohner Neuseelands, die Maori, wussten um die Heilwirkung des Manuka Honigs. Mittlerweile erfährt der Manuka-Honig einen regelrechten Boom und wird auch in Europa immer beliebter.

Selbst jede Menge Studien gibt es zu dem Wunderheilmittel, auch die Technische Universität Dresden forscht zum Thema Manuka-Honig. Die antibakterielle Wirkung des Südsee-Honigs wurde hier eindeutig nachgewiesen. Im Vergleich zum herkömmlichen Honig ist demzufolge die Wirkung des Manuka-Honigs bis um ein Hundertfaches stärker. Er soll sogar gegen Keime, gegen die der Körper eine Antibiotika-Resistenz entwickelt hat, wirken, ebenso gegen multiresistente Krankenhauskeime.

Die Qualität des Manuka-Honigs lässt sich über den MGO-Wert feststellen. In Neuseeland wird hierzu der UMF-Wert (Unique Manuka Factor) verwendet. Diese Angaben dürfen nur Imkereien verwenden, die eine Lizensierung besitzen. Die lizensierten Imkereien senden ihren Honig zur Ermittlung der Qualitätswerte an unabhängige Labors, so kann man sicher sein, dass es sich nicht um billige Fälschungen handelt. Nur ein Honig, der zu mindestens 70 Prozent aus dem Blütennektar des Manuka-Strauches besteht, darf die Bezeichnung Manuka-Honig tragen.

Was genau ist MGO – Methylglyoxal?

Methylglyoxal ist ein Inhaltsstoff des Manuka-Honigs, ein sogenanntes Zuckerabbauprodukt. Es entsteht in der Honigwabe durch Dehydration des Stoffes Dihydroxyaceton, welchen die Bienen mit dem Nektar der Blüten des Manuka-Strauches aufnehmen. Nur in der Südseemyrte ist MGO in solch einer hohen Konzentration vorhanden. Methylglyoxal wirkt nachweislich antibakteriell, laut Studien der Technischen Universität Dresden wurden sogar bakterizide Eigenschaften nachgewiesen. Die genannten Werte beim Manuka-Honig liegen in der Regel zwischen 100 und 800 mg pro Kilo Honig. Erst wenn der MGO-Anteil mindestens 83 mg pro Kilo Honig beträgt, handelt es sich um Manuka-Honig. Je höher der Wert, umso höher der MGO-Anteil im Honig. Die Wirksamkeit steigt mit dem Anteil des Methylglyoxals, ein Manuka-Honig mit MGO 400 ist dementsprechend optimal.

Die Eigenschaften des Manuka-Honigs laut Zentrum der Gesundheit:

  • antibakteriell
  • antiviral
  • antioxidativ
  • antiseptisch
  • antimykotisch

Für welche Anwendungsgebiete ist Manuka-Honig geeignet?

Der Honig ist vielseitig einsetzbar. Durch seine hohe antibakterielle Wirkung unterstützt er bei Infektionen und Entzündungen. Es gibt Ärzte und Kliniken, die den Manuka-Honig bei dem Diabetischen Fußsyndrom (DFS) verwenden und hier bei der Behandlung von offenen Wunden sehr gute Ergebnisse erzielen. Diese Wunden sind zumeist mit MRSA-Keimen besiedelt und sprechen auf herkömmliche Antibiotika nicht an. Aufgrund des hohen MGO-Gehalts des Manuka-Honigs können diese Keime erfolgreich bekämpft werden und die Wunden beginnen zu verheilen.

Auch gegen das Bakterium Helicobacter pylori, das für Magen-Darm-Erkrankungen verantwortlich ist, wirkt der Manuka-Honig. Die heilungsfördernden Inhaltsstoffe wirken den gesundheitsschädlichen Keimen entgegen und fördern eine gesunde Darmflora. Dank seiner antimykotischen Wirkung kann der Manuka-Honig auch bei Pilzerkrankungen, beispielsweise bei Flechten oder Fußpilz eingesetzt werden.
Zusammengefasst kann der Manuka-Honig bei den folgenden Beschwerden eingesetzt werden:

  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Blasen-Entzündung
  • Bronchitis
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Erkältung
  • Karies
  • Mund- und Rachenentzündungen
  • Pilzerkrankungen
  • Lippen-Herpes
  • Leichte Verbrennungen

Wie wird Manuka-Honig angewendet?

Bei innerlichen Infekten und Entzündungen wird der Manuka-Honig in oraler Form eingenommen. Er kann entweder pur oder beispielsweise aufgelöst in einem Tee aufgenommen werden. Im Falle einer Nasennebenhöhlenentzündung kann der Manuka-Honig sogar direkt auf die Nasenwände verteilt werden. Bei äußerlichen Beschwerden, wie leichten Verbrennungen oder Wunden, wird der Honig zur Desinfektion pur auf die Wunde aufgetragen und unterstützt so die Heilung.

Lebensmittel oder Heilmittel?

Der Manuka-Honig ist ein äußerst wohlschmeckendes Elixier, das sowohl als Heilmittel als auch Lebensmittel verwendet wird. Aufgrund seiner Vielzahl an positiven und gesundheitsfördernden Eigenschaften sowie seiner Eignung zur Selbstmedikation ist Manuka-Honig durchwegs empfehlenswert. Dank seiner aromatischen Süße kann der Manuka-Honig auch als Süßungsmittel im täglichen Tee verwendet werden und unterstützt hiermit die Stärkung des Immunsystems.

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