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Was kann man gegen Mundgeruch tun?

Für Mundgeruch gibt es viele Ursachen. Die bekanntesten sind sicher Alkohol, Knoblauch und Nikotin. Aber auch saure Reaktionen von zuviel Süßigkeiten können an unangenehmem Mundgeruch schuld sein. Weitere Gründe für schlechten Atem sind mangelnde Mundhygiene. Sich zersetzende Speisereste zwischen den Zähnen, an Brücken, Zahnspangen oder Prothesen können Fäulnisgerüche verbreiten. Dafür können auch schwefelbildende Bakterien verantwortlich sein, die in der Mundhöhle leben. Sie gehören zwar zur Mundflora, wenn sie jedoch überhand nehmen, erzeugen sie unangenehme Atemluft. Sie vermehren sich vor allem an Stellen, wo es sehr wenig oder keinen Sauerstoff gibt, bevorzugt am hinteren Teil der Zunge. Dort bilden sie einen dichten, weißgelblichen Belag und können nahezu ungestört organisches Material zersetzen und einen fauligen Geruch entstehen lassen.

Entzündungen von Zahnfleisch, Mundhöhle oder Zahnwurzeln, zum Beispiel unter alten Kronen, verursachen ebenfalls einen unangenehm riechenden Atem. Weniger bekannt ist, dass auch Sodbrennen, eine gestörte Verdauung oder Magengeschwüre zu Mundgeruch führen. Manchmal ist Mundgeruch ein Indiz für eine Stoffwechselkrankheit (z.B. Diabetes) oder eine Funktionsstörung innerer Organe. Dann haben die störenden Ausdünstungen aus der Mundhöhle allerdings meist einen sehr charakteristischen Geruch, zum Beispiel nach Aceton. Sogar Nasennebenhöhlenentzündungen können den Atem unangenehm riechen lassen. Manchmal kommt Mundgeruch auch von den Mandeln, wenn diese durch „Speichelsteinchen“ (Sialolithen) besetzt sind. Das sind weißliche oder graugefärbte Punkte auf den Mandeln, die meist von Ablagerungen aus der Unterkieferspeicheldrüse stammen und u. a. durch einen über lange Zeit anhaltenden Flüssigkeitsmangel entstehen. Sie können durch häufiges Gurgeln mit Kamillentee oder Mundspüllösungen verschwinden. Ansonsten muß der HNO-Arzt aufgesucht werden. Auch akuter Flüssigkeitsmangel kann im übrigen zu Mundgeruch führen.

25 Prozent der Menschen leiden unter schlechtem Atem

Das Problem Mundgeruch, das etwa bei 25 Prozent der Menschen auftritt, ist besonders heimtückisch, weil der Betroffene selbst seinen schlechten Atem nicht erkennt. Der menschliche Geruchssinn nimmt ihn nicht wahr. Mit einem kleinen Trick kann man ihn trotzdem erkennen: ein paar mal über den unparfümierten Handrücken lecken und etwa zehn Sekunden warten. Wenn fauliger Geschmack von Schwefelbakterien im Mund ist, kann man sie jetzt riechen.

Bei dauerhaftem Mundgeruch empfiehlt es sich, nicht lange mit Kaugummis und Mundwässern herumzuprobieren. Solche Erfrischungen können nur einen ohnehin gesunden Atem angenehm „parfümieren“. Mundgeruch können sie nicht wirklich beseitigen. Ob das in Apotheken angebotene TheraBreath–System (Zahngel und Mundspülung) etwas bringt, ist vielleicht einen Versuch wert. Es nutzt eine zuckerfreie Mineralverbindung, die aus den übelriechenden Sulfiden der Schwefelbakterien geruchlose Sulfate herstellt. Unmittelbar nach der Anwendung der Produkte ist der Atem meist frisch. Bedingung ist allerdings der Einsatz nach jedem Essen.

Wer trotz guter Mundhygiene unter schlechtem Atem leidet, sollte angesichts der Vielzahl an ernsten Ursachen, die für schlechten Atem in Frage kommen, den Gang zum Zahnarzt oder auch zum Hausarzt antreten. In manchen Zahnarztpraxen gibt es Spezialgeräte zur Messung und Analyse von Mundgerüchen. Findet der Zahnarzt die Ursache nicht, ist auf jeden Fall der Hausarzt und evtl. auch der Facharzt gefragt.

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