Wann ist der Körper eines Rauchers wieder frei von Schadfolgen?

Wer die letzte Kippe im Aschenbecher ausdrückt und nie mehr eine Zigarette anrührt, kann von einem echten Gesundungsprozess ausgehen. Eines Tages wird er sogar so weit regeneriert sein, dass er mit Nichtrauchern wieder auf einer Stufe steht. Das geht aus neuesten Untersuchungen in Deutschland und den USA hervor. Schon zwanzig Minuten nach dem letzten Zug sinkt der Blutdruck, der beim Rauchen erhöht war, wieder auf das normale Niveau. Außerdem normalisiert sich die Temperatur von Händen und Füßen, die beim Raucher meist etwas niedrig ist. Acht Stunden nach der letzten Zigarette ist kein giftiges Kohlenmonoxid mehr im Blut, der Raucheratem ist nicht mehr zu riechen. Schon einen Tag später beginnt das Herzinfarktrisiko abzusinken, und der Geruchs- und Geschmackssinn verfeinert sich wieder. Nach einem weiteren Tag spürt der frischgebackene Nichtraucher schon, wie seine Atmung freier wird. Nach drei Monaten hat sich die Lungenkapazität bereits um 30 Prozent gesteigert. Neun Monate nach gelungenem Abschied vom Rauchen geht die Infektionsanfälligkeit zurück, der Raucherhusten verschwindet, die allgemeine Leistungsfähigkeit steigt. Wer bereits ein Jahr abstinent ist, bei dem ist das Erkrankungsrisiko der Herzkranzgefäße nur noch halb so groß wie bei einem Raucher. Nach fünf Jahren als Nichtraucher beginnt das Schlaganfallrisiko deutlich abzusinken. Nach zehn Jahren geht auch das Lungenkrebsrisiko auf Nichtraucherniveau zurück und nach 15 Jahren sind Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko nicht mehr höher als bei einem Menschen, der nie geraucht hat.

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