„Wildpflanzen-Salate – Sammeltips, Pflanzenporträts und 60 Rezepte“ von Steffen Guido Fleischhauer.

Wildpflanzen liefern Salate, die viele Vitamite und Mineralstoffe enthalten und die ohne Dünger und Pflanzenschutzmittel heranwachsen.

Wildpflanzen im Salat enthalten gegenüber Treibhaus- und Gartengemüse wesentlich mehr Vitamine und Mineralstoffe und besitzen zudem einen würzigeren und kräftigeren Geschmack.

Die in Wildpflanzen-Salaten enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe, Schleimstoffe, Saponine, Ballaststoffe, pflanzlichen Enzyme, Chlorophyll, ätherischen Öle und anderen wichtigen Inhaltsstoffen wirken sich positiv auf den menschlichen Stoffwechsel aus und kräftigen den Organismus. Gerade im Frühjahr ist der Körper von der langen Winterzeit geschwächt und benötigt daher viel frisches grünes Gemüse.

Wildpflanzen-Salate wirken allgemein entgiftend, blutreinigend, entwässernd und fördern die Verdauung. Neben ausführlich beschriebenen Pflanzenporträts erklärt Steffen Guido Fleischhauer, warum Wildpflanzen-Salate gegenüber den Zuchtsalaten gesundheitliche Vorteile mit sich bringen.

Auch Blätter von Bäumen ergeben schmackhafte Wildpflanzen-Salate

Erwähnenswert ist, dass sich der Autor (siehe auch www.essbare-wildpflanzen.de) nicht nur auf bekannte Wildpflanzen für die Salate, wie beispielsweise Wegerich, Sauerampfer, Gänseblümchen oder Löwenzahn beschränkt, sondern auch die nicht so bekannten, wie etwa die wilde Johannisbeere, den Spitzahorn oder die Buche beschreibt.

Es finden sich für jede Wildpflanze verständliche Hinweise zur Bestimmung, so dass die Verwendung der einzelnen Pflanzenteile für den Salat in der Küche leicht gemacht wird. Zudem erklärt Fleischhauer, wie die einzelnen Wildpflanzen in der Heilkunde angewendet werden können. Insgesamt ein sehr informatives und optisch ansprechendes Buch mit schmackhaften Rezepten für Wildpflanzen-Salate und sehr gelungenen Fotos.

Wildpflanzen-Salat aus Lindenblättern mit Artischockenherzen

Wer das Außergewöhnliche liebt und ein bisschen experimentierfreudig ist, dem seien von den Wildpflanzen-Salaten „Griechischer Ahornsalat“ empfohlen oder „Zarte Buchenblätter mit Couscous“. Auch „Lindenblätter mit Artischockenherzen“ oder „Kerbelspitzen mit gehackten schwarzen Oliven“ lassen Gaumenfreuden der besonderen Art erwarten.

Insgesamt werden 19 heimische Wildpflanzen für Salate vorgestellt: Spitzahorn, Wiesen-Bärenklau, Große Brennnessel, Buche, Gänseblümchen, Weißer Gänsefuß, Giersch, Wilde Johannisbeere, Wiesenkerbel, Knoblauchsrauke, Behaartes Knopfkraut, Wiesen-Labkraut, Sommerlinde, Wiesen-Löwenzahn, Sauerampfer, Wiesen-Schafgarbe, Gefleckte Taubnessel, Vogelmiere und Breitwegerich. Dazu gibt es 60 verschiedene Rezepte für Wildpflanzen-Salate.

Hier noch zwei Beispiele. Vom Wiesen-Bärenklau: „Bärenklaustangen mit Zitronen-Dill-Sauce auf Rührei“ oder Bärenklau-Tomaten-Salat. Vom Breitwegerich: „Wegerich-Reis-Salat mit Meerrettich.“

Rezension zu: „Wildpflanzen-Salate – Sammeltips, Pflanzenporträts und 60 Rezepte“ von Steffen Guido Fleischhauer. AT-Verlag Baden und München 2006, 120 S., 19,90 Euro, ISBN 3-038-00260-7.

Thema:
Bitterstoffe

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