Fastenvarianten für Geist, körperliches Wohlbefinden und sportliche Leistungsfähigkeit – Durchführung und Effekte

Welche unterschiedlichen Fastenvarianten gibt es und worin unterscheiden sich diese?

„Ab heute verzichte ich auf Süßigkeiten.“ oder „Zwei Wochen lang ist nicht nur in der Wohnung rauchfreie Zone.“: Diese Sätze können nicht nur die Vorsätze für das neue Jahr besiegeln, sondern auch Fastenregeln sein, die sich manche Menschen ab und an selbst auferlegen. Der Begriff „Fasten“, welcher in früheren Zeiten vor allem in Verbindung mit einem religiösen Zweck stand, hat mit den Jahren weitere Bedeutungsebenen dazu gewonnen. Doch welche unterschiedlichen Fastenvarianten gibt es und worin unterscheiden sich diese?

Das Fasten als...

1. Ursprünge und Bedeutung des Fastens

Das Fasten ist bereits in der Antike, aber auch im späteren 19. und 20. Jahrhundert, nicht nur von gläubigen Menschen zur Buße genutzt, sondern auch als Naturheilverfahren eingesetzt worden. Der freiwillige Verzicht ist zu diesen Zeiten in der Naturheilkunde sowie als stärkende Kraft für den Geist und für die inneren Selbstheilungskräfte in Erscheinung getreten.

Zwischen kulturellem Gut und Medizin

Fasten als Tradition: Bereits in der Antike verankert

Ein Begründer des medizinischen Fastens ist der griechische Arzt Hippokrates von Kos (460 bis 370 v.Chr.), denn dieser hat dazu geraten, das Fasten als natürliches Heilmittel einzusetzen. Bereits im fünften Jahrhundert vor Christi war Hippokrates der Überzeugung, dass das Fasten dabei hilft, Krankheiten zu lindern oder gar zu heilen. Ein Verzicht auf Nahrung sollte dabei helfen, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und bei seinen Therapien setzte er vor allem auf den Einsatz von Gerste, aber auch auf Hungerkuren. Letztere erlaubten es dem Kranken meist nur Flüssigkeit zu sich zu nehmen, zum Beispiel Honigwasser.

Anfänge des medizinischen Fastens: Naturheilkunde und Therapie chronischer Krankheiten

Im Laufe der Jahre geriet das Fasten als natürliches Heilverfahren jedoch immer mehr aus dem Fokus der naturheilkundlichen Betrachtungen. Erst zum Ende des 19. Jahrhunderts schenkten Ärzte dem Fasten schließlich wieder Beachtung, so wie die beiden amerikanischen Mediziner Henri Tanner und Edward Hooker Dewey. Dewey vertrat die Meinung, dass Kranke die Nahrungszufuhr reduzieren sollten, damit der Körper nur wenig Energie für die Verdauung benötigt und diese hauptsächlich für den Selbstheilungsprozess einsetzt. Sein „Kollege“ Tanner hat  dagegen einen Selbstversuch gestartet und circa 40 Tage lang unter medizinischer Aufsicht gefastet. Während seines Fastenprogramms nahm er nur Wasser zu sich und wollte damit den Beweis antreten, dass der Geist stärker als der Körper und das Fasten gesundheitsfördernd ist. Sein „Hungerprogramm“ genoss sogar das öffentliche Interesse und die Aufmerksamkeit der Menschen brachte ihm nicht nur Ansehen, sondern auch ein finanzielles Zubrot. Denn Schaulustige zahlten circa 25 Cent, um Tanner beim Fasten zusehen zu dürfen. Sein Wirken beschreibt dieser Artikel, der auch über Tanners Nachahmer berichtet, die es ihm gleich taten und sich und ihren mageren Körper unter anderem auf den Jahrmärkten zur Schau stellten. Das hat so manch einem zu einer kurzen Karriere als „Hungerkünstler“ verholfen.

2. Religiöse „Entschlackungskur“: Fasten für den Geist

Während sich das Fasten im 19. und 20. Jahrhundert hauptsächlich um die positiven Effekte auf den Körper drehte und vor allem im Bereich der Naturheilkunde Anwendung fand, hat das Fasten innerhalb der Weltreligionen bereits seit Jahrzehnten einen anderen Wert. Das Fasten als Buße ist sowohl im Christentum und im Islam, als auch im Judentum verbreitet, jedoch wird dies an unterschiedlichen Tagen und über verschiedene Zeiträume hinweg praktiziert.

Zwischen Buße und Besinnung

Fasten im Christentum und islamische Fastenzeit

Im Christentum gibt es zwei Fastenzeiten von der besonders eine von Christen und mittlerweile auch von Menschen, die keine Anhänger des Christentums sind, genutzt wird, um in einer kurzen Phase auf bestimmte Genüsse zu verzichten. Die Fastenzeit, die von Aschermittwoch bis Ostern geht und sich über 40 Tage zieht – die Sonntage werden nicht mitgezählt –, bedeutet für Gläubige, dass sie in dieser Zeit fasten, beten und auch geben. Das Fasten gleicht dabei aber nicht dem öffentlichen Hungern des Arztes Henri Tanner, sondern vielmehr werden heute Schokolade oder Zigaretten sowie das Auto einmal links liegen gelassen. In der evangelischen Kirche wird seit Jahren nach dem Motto „Sieben Wochen ohne“ gefastet. Diese Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest soll eine Neubesinnung auf die eigene Lebensweise bezwecken und die Nähe zu Gott durch Gebete stärken.

Die Fastenzeit beginnt im Christentum nach dem Aschermittwoch und geht bis Karfreitag. Innerhalb der Weltreligionen hat das Fasten vor allem Bußcharakter.Die Fastenzeit beginnt im Christentum nach dem Aschermittwoch und geht bis Karfreitag. Innerhalb der Weltreligionen hat das Fasten vor allem Bußcharakter.

Mit dem Verzicht wird dem Leidensweg Christi gedacht, der sich 40 Tage lang in der Wüste befand und fastete und betete. Der Anfang (Aschermittwoch) und das Ende (Karfreitag) der Fastenzeit gelten als besondere Tage der Abstinenz, da der Freitag der Tag der Kreuzigung ist und der Mittwoch für den Verrat durch Judas steht. Vor allem diese beiden Tage galten im Christentum als verordnete Fastentage und auch heute wird am Freitag oft noch nach alter Tradition auf Fleisch verzichtet. Eine eher kurze Periode des Fastens führten Christen zudem in der Adventszeit durch, denn diese Phase diente der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest – jedoch spielt diese Fastenzeit kaum noch eine Rolle.

Auch im Islam wird über einen bestimmten Zeitraum hinweg gefastet, denn der Ramadan geht über 30 Tage und dann ist das Essen, das Trinken, das Rauchen und auch der Geschlechtsverkehr zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang untersagt. Dabei geht es wie im Christentum darum, Buße zu tun und sich seiner Sünden zu erinnern. Der kurze Zeitraum, in dem das Essen und das Trinken erlaubt sind, wird oft gemeinsam mit Familie und Freunden zelebriert.

Fasten und Gedenken im Judentum: Jom Kippur und Trauertage

Im Gegensatz zum christlichen und islamischen Fasten, ist die Zeit der Abstinenz im Judentum meist nur auf einen Tag beschränkt. Dafür gibt es in der jüdischen Tradition einige Fasten- beziehungsweise Trauertage, an denen sich hauptsächlich an traurige Ereignisse zurückerinnert wird, die in der jüdischen Geschichte passierten. Zudem werden häufig auch Hochzeits- und Todestage zum Fasten genutzt und damit sich die Gläubigen in Ruhe besinnen können, nehmen diese von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang keine Speisen und Getränke zu sich.

Einer der Hauptfastentage in der jüdischen Tradition ist der so genannte Jom Kippur (meist mit „Versöhnungstag“ übersetzt), welcher der wichtigste Bußtag ist, an dem Gott um Vergebung für die eigenen Sünden gebeten wird. Die Menschen versuchen an diesem Tag, mit sich, Gott und ihren Mitmenschen ins Reine zu kommen. Um Buße zu tun, fasten die Menschen, gehen nicht zur Arbeit oder sind sexuell enthaltsam. Um diesen Tag gibt es verschiedene Riten, die von Enthaltsamkeit geprägt sind und die Konzentration dadurch auf die begangenen Taten und die Reue gerichtet wird.

Gemäßigte Nahrungsaufnahme zur Konzentration

Buddhismus: Fasten für eine ruhige Meditation

Buddhistische Mönche und Nonnen fasten, um sich während der Meditation besser fokussieren zu können. Buddhistische Mönche und Nonnen fasten, um sich während der Meditation besser fokussieren zu können.


Eine festgelegte Fastenzeit gibt es bei den Buddhisten zunächst einmal nicht. Nur innerhalb der so genannten Regenzeit „Vassa“, denn dann ziehen sich einige buddhistische Nonnen und Mönche in Kloster zurück, um dort in Ruhe zu meditieren. Damit sich auf die innere Einkehr konzentriert werden kann, werden kurz vor der Meditation keine schwere Kost und nur kleine Portionen zu sich genommen, da es sich weder mit leerem noch mit einem allzu vollen Magen in Ruhe meditieren lässt.

3. Das Heilfasten: Fasten für körperliches Wohlbefinden

Das Heilfasten ist eine Fastenvariante, die neben dem religiös begründeten Fasten, häufig in Erscheinung tritt und vor allem in Fastenkliniken Anwendung findet, denn diese Art des Fastens sollte unter fachlicher Kontrolle stehen. Erfunden hat das Heilfasten der Arzt Otto Buchinger, welcher seine Fastentheorie zunächst sozusagen am eigenen Leib durchführte und damit sein Gelenkrheuma behandelte. Auf ihn geht die erste Heilfastenklinik zurück, die der Arzt im hessischen Ort Witzenhausen im Jahr 1920 gründete und noch heute wird diese zwar an anderer Stelle, aber bereits in dritter Generation in der Tradition Buchingers geführt.

Heilfasten – Methode nach Otto Buchinger

Bestandteile des Heilfastens

Durchführung und Ablauf

Der Begründer der Heilfastenmethode, die wohl die Populärste ist, ist der Meinung gewesen, dass damit chronische Krankheiten geheilt oder zumindest verbessert werden können. „Es ist wissenschaftlich belegt, dass eine kalorienreduzierte Ernährung die Symptome von Entzündungserkrankungen wie Rheuma tatsächlich verringern kann“, so Professor Manfred Müller in diesem Beitrag. Zudem habe das Fasten, genau wie andere Ernährungsumstellungen, positiven Einfluss auf Diabetes- oder Gicht-Erkrankungen. Die Gesamtdauer des Heilfastenprogramms ist unterschiedlich, aber in der Buchinger Klinik in Bad Pyrmont erstreckt sich eine Fastenkur in der Regel über zwei bis vier Wochen.

Inhalte und Sinn des Heilfastens

Schritte des Heilfastenprogramms:

Schritt: Entlastungstage

Leichte Kost: Zum Beispiel ein Kartoffel-, Reis-, Hafer- oder Obsttag an ungefähr zwei bis drei Tagen. Keine zusätzliche Zufuhr von Salz und Zucker, aber ausreichend Flüssigkeit.

Schritt: Darmreinigung/ Darmentleerung

Zum Beispiel mit einer Glaubersalzlösung und Einläufen.

  • Schritt: Fastenbeginn circa fünf Tage

Trinken von Säften, Brühen oder Tees. Pro Tag circa zweieinhalb bis drei Liter Flüssigkeit.

  • Schritt: Fastenbrechen und Aufbautage

Nach den Fastentagen wird der Körper langsam durch leichte Kost (Schonkost), wie zum Beispiel gekochtes oder gedämpftes Gemüse, wieder an feste Nahrung gewöhnt. Dagegen sind Lebensmittel wie Fleisch, Frittiertes oder Mehlspeisen zu vermeiden. Sonst können unter anderem Magenkrämpfe entstehen.

  • Ergänzende Massagen und Wechselduschen.

Weitere Fastenarten

Wasserfasten und modifiziertes Fasten

Während bei der Buchinger-Methode das Trinken von Gemüsebrühen, Säften oder Tees erlaubt ist, beschränken sich andere Fastenarten zum Beispiel nur auf die Zufuhr von Wasser. Eine der radikalsten Fastenvarianten ist sicherlich das Wasserfasten oder das totale Fasten (Null-Diät), denn dabei wird ausschließlich „Flüssignahrung“ zu sich genommen und zwar vor allem Wasser und zwischendurch auch kalorienarme Getränke wie Tees. Mit dem totalen Fasten geht meist eine schnelle Gewichtsabnahme einher, da der Körper nach kurzer Fastenzeit auf das vorhandene Muskel- und Fettgewebe zurückgreift, um seinen Energiebedarf zu decken. Jedoch ist diese eher drastische Art des Fastens in jedem Fall unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen, weil sich beim totalen Fasten oft  körperliche Nebenwirkungen bemerkbar machen. Um Mangelerscheinungen, die auf die Unterversorgung von Nährstoffen zurück zu führen sind, möglichst gering zu halten, wird das totale Fasten meist modifiziert. Diese Modifikation besteht häufig aus der Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen oder Proteinen – Letztere werden oft mit Molke zugeführt. Das modifizierte Fasten nähert sich dem Buchinger Heilfasten durch die Hinzugabe von Nährstoffen über Flüssigkeit an.

F.X.-Mayr-Kur: Der Darm im Mittelpunkt

Bei der Fastenmethode nach Mayr dreht es sich hauptsächlich um die Entgiftung des Darms und die Regeneration einer gesunden Darmflora. Bei der Fastenmethode nach Mayr dreht es sich hauptsächlich um die Entgiftung des Darms und die Regeneration einer gesunden Darmflora.

Auf den österreichischen Arzt Dr. med. Franz Xaver Mayr geht eine weitere Fastenart zurück, welche vor allem der Darmgesundheit dienen soll. Seine Methode wurde in etwa im Jahr 1901 populär und findet noch heute in einigen Kurkliniken Anwendung. Das Fastenprogramm startet mit Fastentagen, an denen ausschließlich Wasser und Tee zum Ernährungsplan gehören. Danach folgt eine Milch-Semmel-Diät, die den wichtigsten Bestandteil der Fastenmethode nach Mayr darstellt. Zweimal am Tag wird circa ein Viertel Liter Milch (wahlweise Sojamilch) getrunken und ein Brötchen, welches am besten ein bis zwei Tage alt ist, so lange gekaut, bis im Mund ein flüssiger Brei entsteht. Die Anregung des Speichelflusses durch den Kauprozess ist wichtig für eine gesunde Verdauung, denn unzureichend zerkaute Nahrung kann den Verdauungsapparat auf Dauer schädigen. Um die Darmgesundheit zusätzlich zu unterstützen, werden mit der Einnahme von Glaubersalzlösung die Giftstoffe aus dem Magen-Darm-Trakt entfernt. Innerhalb der letzten Kurtage folgt dann eine milde Ableitungsdiät, die aus magenschonender Vollwertkost besteht und bei der auf Rohkost, fettige Speisen, Süßigkeiten sowie Koffein zu verzichten ist. Die Mayr-Methode mit der anfangs einseitigen Kost sowie der effektiven Darmreinigung soll dazu führen, dass die Nahrung auf Dauer vollständig verdaut wird und jegliche Abfallstoffe ausgeschieden werden.

Sportfasten: Training und Fasten

 Das Sportfasten ist eine Fastenart, die dem Leistungssport entstammt und  in den Niederlanden erfunden worden ist. Trainer, die im Bereich Ausdauersport tätig sind, haben nach Maßnahmen gesucht, die das Ausdauertraining effektiver machen und unterstützen, so dass der Trainingserfolg gesteigert wird. Das Sportfasten-Programm erstreckt sich in der Regel über zehn Tage.

Sinn und Zweck des sportlichen Fastenprogramms

Grundprinzip – Den „Switch“ erreichen

Der Trainingseffekt, der beim Sportfasten entstehen soll, ist der so genannte „Switch“, welcher durch gezielte Einheiten bewirkt wird und den Körper von Kohlenhydrat- auf Fettstoffwechsel umschalten lässt. Neben den Trainingseinheiten hat sich der Sportfaster an einen Ernährungsplan zu halten und nimmt Nahrungsergänzungsmittel zu sich.

Vorbereitung und geeignete Sportarten

Teil des Sportfastens sind Trainingseinheiten, die Ausdauer fordern. Das Skifahren zählt zu den klassischen Ausdauersportarten. Teil des Sportfastens sind Trainingseinheiten, die Ausdauer fordern. Das Skifahren zählt zu den klassischen Ausdauersportarten.


Bevor das Sportfasten durchgeführt wird, sollte sich jeder Sportler einer Leistungsdiagnostik unterziehen, damit ein gesundes und ausgewogenes Programm aus Bewegung und Ernährung erstellt werden kann. Welche Ausdauersportart beim Sportfasten Anwendung findet, ist für den Trainingseffekt nicht von Entscheidung, aber zu den klassischen und beliebtesten Ausdauersportarten gehören das Laufen, das Rad- sowie das Skifahren. Damit das Ausdauertraining auch Erfolge zeigt, ist es neben einer optimalen Durchführung wichtig, die richtige Ausrüstung zu besitzen. So ist beim Laufsport ein ideales Schuhwerk unabdingbar, dieses ist vor allem auf die eigene Fußform anzupassen, denn durch schlecht sitzende Laufschuhe können zum Beispiel die Füße, die Knie oder der Rücken geschädigt werden. Auch das Skifahren fordert eine optimale Unterstützung der Fuß- und Beinbewegungen, deshalb sind die Skier unter anderem je nach Untergrund – Tiefschnee, Piste oder Gelände – auszuwählen. Da es bereits eine breite Auswahl an Skimodellen gibt, sollten Beratungshilfen genutzt werden, die das individuelle Fahrniveau, die Geländemerkmale des Nutzungsgebiets sowie das Gewicht und die Körpergröße mit einbeziehen. Beim Radfahren gilt es ebenfalls, sich im Voraus zu informieren, denn nicht jedes Rad ist auch für jeden Fahrer geeignet. Hierbei sollten zukünftige Radfahrer sich die Frage stellen, wo und wie viele diese Radfahren möchten. Ist man eher der sportliche Fahrer oder möchte man bequem mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren? Auch bei dieser Art des Ausdauersports muss sich vorher Gedanken gemacht werden über die Art der Ausrüstung.

Einzelne Phasen des Sportfastens

Ablauf: Zwischen Fastentagen und Ausdauertraining

Am Beginn des Sportfastens stehen die Abbautage, an denen die Fastenden ihre Zufuhr von Kohlenhydraten allmählich reduzieren und auf leichte Kost, wie Obst oder Gemüse, umsteigen. Die Energiezufuhr wird somit langsam minimiert und zudem gehören ein 30-minütiges Ausdauertraining und die Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln zum Start des Sportfastenprogramms. Das Training und die ergänzenden Präparate unterstützen den Switch von Kohlenhydrat- auf Fettstoffwechsel und beugen Mangelerscheinungen vor. Nach den vier Abbautagen findet ein Wechsel innerhalb der Ernährung statt, denn diese beschränkt sich danach drei Tage lang nur auf Wasser oder Fruchtsäfte, geht aber weiterhin mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und dem täglichen Sportprogramm einher. Sind die Fastentage rum, sind über die letzten vier Tage des sportlichen Fastens neben dem Training wieder leichte Kost und auch kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel erlaubt. Damit die verlorenen Pfunde und das Ausdauertraining auf lange Sicht Erfolge zeigen, sind regelmäßige Sporteinheiten sowie eine gemäßigte Energiezufuhr beizubehalten.

5. „Modernes Heilfasten“: Detox

Die Detox-Kur ist ein Trend der modernen Fasten- und Entgiftungskultur und unter anderem durch berühmte Stars und Sternchen zum Thema der Medien gemacht geworden. Detox beruht jedoch nicht allein auf neuen Erkenntnissen, da die Fasten- oder auch Entgiftungskur Vorgehensweisen und Ziele des Buchinger Heilfastens oder der Mayr-Methode beinhaltet und unterstützt.

Das Detox-Programm und seine Wirkung

Ablauf und Ziele der Entgiftungskur

Mit der Detox-Kur sollen die Folgen einer schlechten Ernährung bereinigt und der Körper beziehungsweise der Magen-Darm-Trakt von Schadstoffen befreit werden. Denn eine Überforderung der körpereigenen Entgiftungsorgane, wie die Nieren, die Leber oder die Haut, kann zu häufig auftretender Müdigkeit oder starken Kopfschmerzen führen. Das Detox-Programm soll zum Beispiel folgende positive Auswirkungen auf den Körper haben:

  • Reduktion von Müdigkeitserscheinungen
  • Stärkung des Immunsystems
  • Verbesserung des Hautbilds
  • Ankurblung des Stoffwechsels und Gewichtsverlust
  • Minimierung von Heißhunger
  • Verbesserung des allgemeinen physischen und psychischen Körpergefühls

Unterschiede zum Heilfasten und Lebensmittel

Feste Nahrung ist erlaubt – Manche Lebensmittel sind jedoch tabu

Das Detox-Programm erlaubt Obst, Gemüse und Getreideprodukte, jedoch keine Lebensmittel, die Weißmehl oder Industriezucker enthalten.Das Detox-Programm erlaubt Obst, Gemüse und Getreideprodukte, jedoch keine Lebensmittel, die Weißmehl oder Industriezucker enthalten.

Im Gegensatz zum Heilfasten ist neben der Zufuhr von Flüssigkeit auch die feste Nahrung Hauptbestandteil des Detox-Programms, wobei einige Lebensmittel und zwar solche, die zu einer zusätzlichen Übersäuerung führen, zu vermeiden sind. Zu den säurehaltigen Lebensmitteln zählen unter anderem tierische Produkte, wie Fleisch, Joghurt, Milch oder Weißmehl, Zucker und vor allem Kaffee. Dagegen sind Gemüse, Obst, Getreideprodukte und Wasser, Tees oder Fruchtsäfte erlaubt. Auf dem Markt gibt es mittlerweile aber auch eine breite Auswahl an so genannten Detox-Produkten – zum Beispiel Tees sowie Pflaster und Cremes –, die zwar eine gezielte und effektive Unterstützung der Entgiftung versprechen, jedoch meist nicht kostengünstig sind. Der Frage danach, ob sich die Investition in teure Detox-Produkte lohnt, geht folgender NDR-Beitrag auf den Grund – mit ernüchterndem Ergebnis.

Fasten: Do´s & Dont´s sowie Vor- und Nachteile

Egal für welches Fastenprogramm sich entschieden wird, gewisse körperliche Voraussetzungen sollten vor Beginn der selbst auferlegten Fastenzeit erfüllt sein, denn sonst könnte es ungewollte Effekte mit sich bringen. Ein Check-Up beim Arzt sollte zu Beginn einer strikten Fastenkur, die nicht nur aus dem Verzicht auf Süßigkeiten besteht, von Menschen mit und ohne offensichtlichen körperlichen Beeinträchtigungen gemacht werden.

Physiologische Voraussetzungen

Schwangerschaft und körperliche Beeinträchtigungen

Diese Menschen sollten das Fasten möglichst vermeiden:

  • Schwangere und Frauen in der Stillzeit
  • Menschen mit schweren und chronischen Allgemeinerkrankungen
  • Wer regelmäßig Medikamente einnimmt und fasten möchte, sollte vorher mit seinem Hausarzt sprechen.
  • Essgestörte Menschen
  • Personen mit einer chronischen Entzündung des Magens oder einer Schilddrüsenunterfunktion
  • Menschen, die unter Altersschwäche leiden

Mögliche Vor- und Nachteile des Fastens:              

Mögliche Vor- und Nachteile des Fastens

Fachmännische Begleitung

Fastenklinik und Check-Up: Fremdkontrolle und Gemeinschaft

Um die nachteiligen Effekte des Fastens möglichst in Grenzen zu halten, ist vor Fastenstart ein Arzt aufzusuchen, der die körperlichen Voraussetzungen überprüft (Blut- und Urinkontrolle) und im besten Fall bereits Erfahrungen mit der Thematik sammeln konnte. Zum strikten Heilfasten sollte sich ohnehin in eine Fastenklinik begeben werden, denn einerseits steht das eigene Fastenprogramm unter ärztlicher Beobachtung und andererseits ist das Fasten in einer Gruppe oft mit mehr Motivation verbunden und es können Erfahrungen ausgetauscht werden. Um mögliche positive Effekte des Fastens beizubehalten, ist in jedem Fall eine dauerhafte Ernährungsumstellung notwendig, denn Fastenkuren sind immer noch keine wissenschaftlich bestätigten Wunderkuren, die einen gesunden Körper und Geist hervorbringen.

Bilder:

Abbildung 1: © K.C. – fotalia.com (#99550866)
Abbildung 2: © ake1150 – fotalia.com (#87301296)
Abbildung 3: © ALDECAstudio – fotalia.com (#85171426)
Abbildung 4: © samott – fotalia.com (#91015610)
Abbildung 5: © Pixelbliss – fotalia.com (#91356766)

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