Abnehmen: Gesund und schlank durch das Heilmittel Wasser

Wassertrinken ist die beste Möglichkeit, um abzunehmen. Sie werden nicht zu viel essen, wenn Sie eigentlich nur durstig sind.

Gesund durch Wasser? - Der menschliche Organismus besteht zu fast 80 Prozent aus Wasser. Das Gehirn enthält mit 85 Prozent sogar einen noch höheren Prozentsatz und reagiert äußerst empfindlich auf jede Art von Wasserentzug. Es schwimmt, und zwar in einer salzigen Substanz, der Zerebrospinalflüssigkeit. Doch Wasser wird in der Ernährungslehre und in Büchern über unsere alltägliche Nahrung ausgesprochen stiefmütterlich behandelt. Im Angebot einer bekannten Internetbuchhandlung beschäftigen sich über 200 Bücher mit Vegetarismus und Veganismus, mehr als 30 mit Fett in der Nahrung und nur 15 mit Wasser, dem kostbarsten aller Lebensmittel – drei von diesen 15 dazu nur am Rande, sie handeln von der „Wasserverordnung“, der „Getränkebiologie“ für Limonadenbetriebe und dem „Kochen ohne Wasser“. Dr. med. Fereydoon Batmanghelidj (gesprochen Batman-gee-lidsch), der in den 70er Jahren „als politischer Gefangener der islamischen Revolutionäre im Iran“ drei Jahre in Gefängnissen zubringen mußte, hat dort die ungeheure Bedeutung dieses Lebenselixiers erkannt. „Viele mit Schmerzen verbundene gesundheitliche Probleme“ rühren von Wassermangel her, wie er dort am eigenen Leib erfahren mußte. Der medizinischen Wissenschaft wirft er seither vor, sich niemals wirklich mit der Bedeutung des Wassers auseinandergesetzt zu haben. Für ihn, der seine Ausbildung an der medizinischen Fakultät im „St. Mary’s Hospital“ der Londoner Universität begann, steht fest: „Chronischer Wassermangel ist die Hauptursache für viele Krankheiten.“ Sie seien ein stummer Schrei des Organismus nach ausreichender Versorgung mit dem kostbaren Naß.

Dehydrierung durch Wassermangel in der Ernährung

Es sei falsch anzunehmen, nur ein trockener Mund signalisiere, daß der Mensch durstig sei und etwas trinken müsse. Die Dehydrierung, also die Austrocknung eines Organismus, beginne lange vorher. Batmanghelidj: „Er kann unter erheblicher Austrocknung leiden, ohne daß der Mund trocken wird.“ Ein trockener Mund gehöre sogar zu den allerletzten Anzeichen für eine Austrocknung des Körpers. Ein Beispiel für die unbemerkte Unterversorgung mit Wasser sei der jugendliche Diabetes vom Typ 1, „bei dem die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse dem anhaltenden Wassermangel zum Opfer gefallen sind“. Der Autor kritisiert, „die Grundlagenmedizin“ sehe im Wasser „lediglich eine Substanz“, die „verschiedene Stoffe durch den Körper transportiert“. Doch Wasser sei keine einfache inaktive Substanz. Das könne man besonders bei älteren Menschen feststellen, die zunehmend das Durstgefühl verlören. Die Zellen ihres Organismus glichen deshalb „dörrpflaumenartig“ geschrumpften Gebilden, die ihre Vitalität verloren hätten. Damit einher gingen auch viele weitere Verluste an Lebenskraft. Batmanghelidj: „Wir müssen begreifen, daß ein anhaltender Wassermangel zu einem sich kontinuierlich verändernden neuen chemischen Zustand im Körper führt.“ Dadurch komme es „zu vielen strukturellen Veränderungen, sogar zu Veränderungen der genetischen Matrix des Körpers.“ Werde der Körper jedoch ausreichend mit Wasser versorgt, erhöhe sich die Wirksamkeit vieler Proteine und Enzyme, deren physiologische Aufgaben noch gar nicht bekannt seien. So ließe sich dem vorzeitigen Altern und dem frühen Funktionsverlust unserer verschiedenen Sinnessysteme am besten vorbeugen.

Abnehmen durch Wassertrinken – besser als jede Diät

Batmanghelidj nennt „46 gute Gründe, täglich Wasser zu trinken“. Dabei ist bei ihm wirklich Wasser gemeint – nicht irgendwelche Zubereitungen mit Wasser – sondern reines Wasser. Hier einige Beispiele: Grund 15, aus dem man unbedingt Wasser trinken sollte, lautet: „Wasser ist das Hauptgleitmittel in den Gelenkspalten und hilft Arthritis und Rückenschmerzen zu verhindern.“ Grund 16: „Mit Hilfe von Wasser werden die Bandscheiben zwischen den Wirbelkörpern zu stoßdämpfenden Wasserkissen.“ Grund 17: „Wasser ist das beste Abführmittel und verhindert Verstopfung.“ Grund 21: „Wasser liefert die Kraft und die elektrische Energie für alle Gehirnfunktionen, insbesondere für das Denken.“ Grund 24: „Wasser kann die Entstehung des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms (ADS) bei Erwachsenen und Kindern verhindern helfen.“ Grund 26: „Wasser ist ein besserer Muntermacher als jedes andere Getränk auf der Welt – und es hat keinerlei Nebenwirkungen.“ Schließlich Grund 38 und 41: „Bei Wassermangel werden keine Sexualhormone gebildet, einer der Hauptgründe für Impotenz und Libidoverlust – Wassertrinken ist die beste Möglichkeit, um abzunehmen – Sie werden nicht zu viel essen, wenn Sie eigentlich nur durstig sind.“ Für den Autor ist die Heilung von Innen mit Wasser, „Grundlage einer neuen Medizin“ – nicht mehr und nicht weniger. Auch wenn diese Einschätzung beileibe nicht jedermann teilen dürfte, so ist das Buch auf jeden Fall eine interessante und anregende Lektüre. Der Autor führt aus, welchen Einfluß eine ausreichende Wasserversorguung auf Hormonhaushalt und Übergewicht, auf Sodbrennen und Gicht, auf Alterungsprozesse und sogar auf chronische Krankheiten wie Krebs hat. Darüberhinaus beschreibt er die Wechselwirkung von Wasser und Salzen im menschlichen Organismus.

Wasser trinken und Salz in der Ernährung – so besiegen Sie den Hunger

„Vergessen Sie das Salz nicht, wenn Sie abnehmen möchten“, rät Batmanghelidj. „Wenn dem Körper Wasser fehlt, kann er seine Wasserreserven nur auffüllen, wenn er über genügend Salz verfügt, um den Wassergehalt im Extrazellularraum zu erhöhen. Bei Wassermangel sucht der Körper nach Salz in den aufgenommenen Nahrungsmitteln. Um genügend davon zu bekommen, essen wir übermäßig.“ Ein einleuchtender Zusammenhang. Ein Mangel dieses Buches ist das Fehlen eines Stichwortregisters. Dies hätte in der nunmehr fünften Auflage doch endlich nachgeholt werden können. Eine handwerklich-technische Unzulänglichkeit, die leider ausgesprochen leserunfreundlich ist.

„Sie sind nicht krank, Sie sind durstig – Heilung von innen mit Wasser und Salz“ von Dr. med. Fereydoon Batmanghelidj, VAK Verlag, Kirchzarten 2004, 202 Seiten, ISBN 3-935767-25-0.

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