Neues vom Bierbauch
09.07.2009
MEDIZIN-WELT -- Hoher Bierkonsum macht zwar wegen der vielen Kalorien, die der Konsument zu sich nimmt, am Ende dick, muss jedoch nicht unbedingt den oft zitierten „Bierbauch“ hervorrufen. Das berichten deutsche und schwedische Forscher im European Journal of Clinical Nutrition.
Die Wissenschaftler untersuchten 20.000 Deutsche - drei Fünftel davon Frauen, zwei Fünftel Männer - über einen Zeitraum von acht Jahren in Hinblick auf ihren Bierkonsum, auf Körpergewicht und Gewichtsverteilung. Wer viel Bier trank, nahm in diesem Zeitraum zwar eher zu, einen Zusammenhang mit einer überdurchschnittlichen Zunahme rund um den Unterleib beobachteten die Forscher jedoch nicht. Sie folgern daher, dass andere Faktoren mit bestimmen, ob jemand einen Bierbauch bekommt.
„Unstrittig wurde dabei sichtbar, dass Bier dick macht. Das betrifft sowohl den Bodymass-Index, der ein Maß für die allgemeine Fettsucht ist, als auch für den Bauchumfang“, berichtet Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE - http://www.dife.de) in einem Interview mit „pressetext“.
Der Bauch wächst auch ohne Bier
Trotz der zusätzlichen Pfunde zeigte sich im Verhältnis von Taille- und Hüftumfang aber kein direkter Zusammenhang zwischen Bierkonsum und der Ausbildung des Bierbauchs. Nicht der Bierkonsum, sondern andere Faktoren wie etwa Gene oder das Essverhalten würden somit bestimmen, in welcher Form eine Gewichtszunahme verläuft. „Grundsätzlich weiß man noch sehr wenig darüber, warum Menschen auf unterschiedliche Weise zunehmen - etwa auf den Beinen, an der Hüfte, am Rücken oder am Bauch. Die Menge des konsumierten Biers bestimmt dies jedenfalls nicht“, erklärt Boeing.
• Siehe dazu auch in unserer Rubrik „Wissen direkt“ den Beitrag „Woher kommt der Bierbauch?“
• unter: http://www.medizin-welt.info/wissen/wissen.asp?wissenID=2
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