Sibirische Zedernüsse und Zedernussöl senken den Cholesterinspiegel

Der regelmäßige Genuss von Zedernüssen und Zedernussöl senkt den Cholesterinspiegel

Der regelmäßige Genuss von Zedernüssen und Zedernussöl aus der sibirischen Taiga senkt den Cholesterinspiegel bei Menschen aller Altersgruppen. Das ergab eine Studie der Medizinischen Akademie von St. Petersburg. Die russischen Wissenschaftler fanden demnach in ihrer dreiwöchigen Untersuchung heraus, daß durch Einnahme von zweimal täglich drei Gramm Zedernussöl „eine Absenkung des Gesamtcholesterins“ erreicht wird. Außerdem verändert sich die Cholesterin-Zusammensetzung positiv.

Das HDL-Cholesterin, also das „gute Cholesterin“, das der Arteriosklerose entgegenwirkt, nahm bei der Therapie mit Zedernussöl um 19 Prozent zu. Das negativ wirkende LDL-Cholesterin ging im gleichen Zeitraum der Untersuchung um 17 Prozent zurück. Der Gesamtanteil an Cholesterin im Blutserum der mit Zedernussöl behandelten Patienten sank im Schnitt von 147 Milligramm je Deziliter Blut auf den Wert von 120 Milligramm. Bei einer Vergleichsgruppe, die kein Zedernussöl einnahm, blieb er nahezu konstant bei 142 Milligramm.

Bei den Zedernüssen handelt es sich um die Samen der sibirischen „Zeder“ (Pinus sibirica), einer Zirbelkiefernart. Sie stecken, den Pinienkernen ähnlich, in den Zedernzapfen.

Zedernüsse enthalten über 90 Prozent einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Diese sogenannten Zedernüsse (russisch кедровые орехи) haben in der sibirischen Volksmedizin seit langem den Ruf, über ganz besondere Heileigenschaften zu verfügen. Zedernüsse enthalten über 90 Prozent einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, dazu Tokopherole (Vitamin E) als hochwirksame Antioxidantien, die den Ausbruch chronischer Krankheiten verhindern können. Sowohl die Zedernusskerne, als auch das daraus gewonnene Öl und selbst die mit speziellen Milchbereitern hergestellte Zedernussmilch, sind von hohem gesundheitlichem Wert.

Die Einnahme von täglich zwei mal drei Gramm Zedernussöl hat auch einen positiven Einfluß auf erhöhte Zuckerwerte bei einigen Patienten ergeben. Im wissenschaftlichen Bericht der untersuchenden Mediziner heißt es: „Auffallend war, daß die Gruppe der mit Zedernussöl behandelten Untersuchungspersonen eine deutlich ausgeprägte Tendenz zur Verringerung des Glukosespiegels aufwies.“

Zedernüsse - eine Wohltat für die Magenschleimhaut von Gastritispatienten

Die größten Erfolge erzielte die Therapie mit Zedernussöl bei Entzündungen der Magenschleimhaut von Gastritis-Patienten. Die Beschwerden verschwanden laut Untersuchungsbericht zum Teil völlig, zum Teil gingen sie um mehr als die Hälfte zurück. Zum Beispiel Dysplasien (Krebsvorstufen) in Magen und Speiseröhre. Die Schleimhaut wurde besser durchblutet. Refluxbeschwerden (Sodbrennen) nahmen deutlich ab.

In dem 16-seitigen Bericht der Wissenschaftler wird außerdem hervorgehoben, daß die Gallefunktion durch Zedernussöl-Gaben zur Nahrungsergänzung verbessert wird. Die Bewegungsfähigkeit der Galle (Peristaltik) wird aktiviert. Dadurch ist der Sekretfluß stark verbessert und die „Gallenleitung entspannt sich“. Zedernussöl sei ein „Mittel mit einer vielseitigen klinischen Effektivität“.

Schon vor über 200 Jahren hatte sich der deutsche Naturforscher Peter Simon Pallas positiv über die Heilwirkungen der Zedernüsse geäußert. Er schrieb, Zedernüsse würden chronischer Müdigkeit entgegenwirken, die Leistungskraft erhöhen, verjüngend wirken und die Potenz stärken. Später waren diese Erkenntnisse in Vergessenheit geraten

Die Pinolensäure in den Zedernüssen gilt als besonders wertvoll

Im Zedernussöl sind Linol- und Linolensäuren enthalten und außerdem als besonders wertvolle Substanzen Pinol- und Pinolensäure. Deren spezielle Heilwirkungen sind noch nicht zur Gänze erforscht. Die Wissenschaft setzt große Erwartungen in sie. Erste Untersuchungen haben schon gezeigt, daß gerade sie einen besonders günstigen Einfluß auf den Cholesterinhaushalt ausüben. Im Labor für Ernährungswissenschaften der Universitätsschule für Landwirtschaft in Fukuoka, Japan, wurden diese Wirkungen im Tierversuch nachgewiesen.

Der cholesterinsenkende Effekt der Pinol- und Pinolensäure in den Zedernüssen liegt nach Einschätzung der Wissenschaftler aus St. Petersburg über dem von Nachtkerzenöl, Leinöl und Distelöl. Außerdem schwäche die Pinolensäure, wie sie in den Zedernüssen enthalten ist, die Verklumpungsneigung (Plättchen-Aggregation) im Blut und senke nach den Blutdruck erkennbar ab. Bei einer längerfristigen Einnahme werde durch die Veränderung des Fettstoffwechsels auch die Gewichtsreduktion übergewichtiger Menschen erleichtert und damit auch das Risiko für Bluthochdruck, Arteriosklerose und Herzinfarkt gesenkt. Wichtig sei die Einnahme über einen Zeitraum von mindestens drei bis sechs Monaten. Als Langzeit-Dosis wird die tägliche Einnahme von drei Gramm Öl empfohlen. Das entspricht etwa der Menge von 3 x 1 Teelöffel oder 3x 2 Kapseln.

Die Untersuchung zu Zedernüssen und Zedernussöl

Die Untersuchung an der Petersburger Medizin-Akademie dauerte drei Wochen und wurde von Dr. med. Jewgenij Iwanowitsch Sas und Prof. Dr. med. Wladimir Borisowitsch Grinewitsch durchgeführt. Beide arbeiten am Lehrstuhl für Therapie und Weiterbildung der Ärzte. Die Leitung der Studie oblag Prof. Dr. med. Jurij Wladimirowitsch Lobsin. Untersucht wurde die therapeutische Wirkung von Zedernußöl bei der Behandlung von Patienten mit chronischer Gastritis und Hepatose. Bei letzterer handelt es sich um eine chronische, nicht entzündliche, degenerative Lebererkrankung nicht alkoholischen Ursprungs mit funktionellen Störungen wie Leistungsabfall, Schlafstörungen, Druck und Völlegefühl, Stuhlaufhellung, sowie Potenzverlust. Untersucht wurden jeweils 20 Probanden und eine zehnköpfige Kontrollgruppe.

Dazu gibt es als Neuerscheinung das auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellte erste und weltweit einzige Buch über Zedernüsse: „Zedernüsse aus der Taiga – für leckere Gerichte und als natürliches Heilmittel“, von Rotraut Carrasco, Oleum Heilsam Verlag (OleumHeilsam@gmx.de), 2005, 96 Seiten, 30 Abbildungen, 2 Tabellen. 7,95 Euro, ISBN 3-935162-02-2.

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