Mitochondrien - die Kraftwerke der Zellen

Mitochondrien - die Kraftwerke der Zellen

Mitochondrien - unsere Zellkraftwerke

Durch die Aufnahme von Zucker, Fett und Proteinen gelangt Energie in unseren Körper. Mitochondrien wandeln diese Energie in für die Zellen nutzbare Energie um. Mit Hilfe von Sauerstoff speichern die Mitochondrien die Energie in speziellen Molekülen, den Adenosindiphosphaten (ATP).

Mehr als drei Viertel des Sauerstoffs, den wir einatmen, wird von den Mitochondrien zur Energieproduktion genutzt. Durch Zellatmung und Oxidation von Fettsäuren entstehen die energiereichen Moleküle, ATP.

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Die Mitochondrien bewegen sich im Zytoplasma der Zellen dorthin, wo Energie gebraucht wird. Die Zellen erhalten von den Mitochondrien die ATP und können diese dann verbrennen oder freisetzen.

Die Mitochondrien der Zellen sehen aus wie kleine Bohnen und haben eine Doppelmembran

Mitochondrien sind bohnenförmig. Sie sind von einer Doppelmembran umgeben.
Die äußere Membran der Mitochondrien umgibt das Organell im inneren wie eine Hülle. Innerhalb der inneren Membran befindet sich eine Flüssigkeit, die Mitochondrienmatrix genannt wird. In dieser Flüssigkeit schwimmen Elementarpartikel, die energiereiche Bindungen enthalten, die für die ATP-Herstellung verantwortlich sind.

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p> Außerdem weiß man, dass in speziellen Zellen, Mitochondrien auch bei der Produktion der Steroidhormone eine zentrale Rolle spielen.

Mitochondrien vermehren sich selbständig

Mitochondrien haben eine eigene DNA. Sie können sich damit unabhängig von der Teilung der Zellen vermehren.

Forscher haben Ähnlichkeiten zwischen den Mitochondrien und Bakterien festgestellt. Wie Bakterien teilen sich Mitochondrien, wodurch neue Mitochondrien entstehen.

Mitochondrien sind wichtig für unsere Gesundheit

Erst seit wenigen Jahren erkennen Forscher die Bedeutung der Mitochondrien für unsere Gesundheit. Besonders bei degenerativen Krankheiten wie Alzheimer scheinen Defekte der Mitochondrien eine Rolle zu spielen. Auch Diabetes wird mit Fehlern der Mitochondrien in Verbindung gebracht.

Sehr viele chronische Erkrankungen sollen laut aktuellen Forschungsergebnissen mit Energiemangel in den Mitochondrien in Zusammenhang stehen. Offenbar verlieren die Mitochondrien durch die Alterung an Funktionsfähigkeit. Aber auch falsche Ernährung und der moderne Lebensstil können die Mitochondrien erheblich beeinträchtigen.

Sind die Mitochondrien nicht leistungsfähig nimmt zum Beispiel die Sehfähigkeit ab. Auch unsere Muskeln können weniger leisten. Defekte der Mitochondrien sind auch für sinkende Nervenleistung verantwortlich.

Die Forschung zu Mitochondrien und Gesundheit steckt noch in den Kinderschuhen

Defekte der Mitochondrien stehen mit mehr als 50 unterschiedliche Krankheiten in Zusammenhang. Erst seit dem Ende der achtziger Jahre wird der Einfluss der Mitochondrien auf die Gesundheit aber überhaupt erforscht.

Nach neuesten Erkenntnissen verursachen Defekte Mitochondrien Krankheiten wie Krebs, Alzheimer, Muskelschwund, Herzschwäche und Diabetes. Die Forschung befindet sich aber weitgehend noch am Anfang.

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Mitochondrien

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