Mitochondriale Erkrankungen hemmen die Lebensenergie

Mitochondriale Erkrankungen hemmen die Lebensenergie

Wenn die Mitochondrien in den Zellen des menschlichen Organismus von Krankheiten befallen sind, wird auch der Organismus krank. Denn die Mitochondrien produzieren unsere Lebensenergie. Ohne deren fortlaufende Erzeugung des energiereichen Moleküls Adenosintriphosphat (ATP) aus den Elektronen in unseren Nahrungsmitteln und dem eingeatmeten Sauerstoff wäre kein Leben möglich.  Bei mitochondrialen Erkrankungen ist die Produktion der Lebensenergie gestört.

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Ob diese Energieproduktion funktioniert, hängt also immer davon ab, ob die Mitochondrien, die zu Hunderten und Tausenden in den Zellen arbeiten, selbst gesund und leistungsfähig sind. Sie entscheiden sogar darüber, ob wir fettleibig werden oder einen schlanken Körper haben. Denn in der Membran der winzigen Mitochondrien in unseren Zellen steckt ein sogenanntes Entkopplerprotein  UCP1, dessen Funktion Forscher in Wien kürzlich entschlüsseln konnten.  Wenn nicht mitochondriale Krankheiten die Funktion der Mitochondrien einschränken, dann wird durch die Aktivität des Entkopplerproteins Fett in Energie umgesetzt und nicht im Körper als Fettdepot angelegt.

Mitochondriale Erkrankungen betreffen auch Fettgewebe

Die Zellen des Fettgewebes in unserem Körper werden von den Mitochondrien-Kraftwerken versorgt, so wie die Zellen in allen Geweben des Organismus. Solange nicht mitochondriale Erkrankungen dies verhindern, arbeitet das genannte Entkopplerprotein in der Membran - also der Umhüllung – bestimmter Mitochondrien in unseren mikroskopisch kleinen Körperzellen.  Unser Fettgewebe ist zum Großteil aus weißem Fett aufgebaut. Daneben  verfügen wir aber auch über braun gefärbte Fettzellen. Und genau hier, in der Mitochondrien-Membran der braunen Fettzellen arbeitet das Entkopplerprotein UCP1. In unserem braunen Fettgewebe befinden sich, wie in Gehirn und Muskulatur, sogar sehr viele Mitochondrien. Sie sind auch für die Braunfärbung dieses Fettgewebes verantwortlich. Und dieses braune Fettgewebe hat für die Verbrennung oder die Einlagerung von Fett entscheidende Bedeutung.  Wenn mitochondriale Erkrankungen hier Störungen verursachen, kann man sich leicht vorstellen, dass auch Übergewicht bis hin zur Adipositas, der Fettleibigkeit die Folge sein können.

Mitochondriale Erkrankungen können Fettleibigkeit verursachen

Mitochondriale Erkrankungen sind für eine Vielzahl von schweren Leiden verantwortlich. Vor allem Stoffwechselstörungen gehören dazu. Da der menschliche Organismus seine Energie aus dem Abbau von Kohlenhydraten und Fetten bezieht, haben mitochondriale Erkrankungen auch auf das Körpergewicht Einfluss. Ein großer Teil der komplexen  biochemischen Umwandlung von Nahrung und Sauerstoff in Energie, spielen sich in den Mitochondrien ab.

Mitochondriale Erkrankungen können vererbt sein, aber neuerdings werden sie – vor allem in der alternativen Medizin - auch  Umwelteinflüssen zugerechnet, wodurch der Organismus geschädigt und dadurch von mitochondrialen Erkrankungen heimgesucht wird. Manche Fachleute gehen davon aus, dass hier die Übergänge fließend sind. Zu den Erkrankungen, die durch eine erworbene mitochondriale Schädigung hervorgerufen wird, gehört demnach auch die Fettleibigkeit Adipositas.

Thema:
Mitochondrien

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