Ihre Gesundheit im September - worauf es jetzt ankommt

Ihre Gesundheit im September - worauf es jetzt ankommt

Die hauptsächlichen Beschwerden im September: Was die Statistik sagt

  • Bluthochdruck, Herz- Kreislaufbeschwerden: 41 Prozent der Bevölkerung sind betroffen
  • Spannungskopfschmerz, Kopfschmerzen: 40 Prozent der Bevölkerung sind betroffen
  • Verstopfung, Magen- Darmprobleme: 39 Prozent der Bevölkerung sind betroffen
  • Erkältungen: 38 Prozent der Bevölkerung sind betroffen
  • Allergien: 35 Prozent der Bevölkerung sind betroffen

Wer jetzt aus heißen Gefilden in den kühlen Herbst unserer Breiten zurückkommt, sollte besondere Vorsicht walten lassen: der Körper muss sich möglichst rasch akklimatisieren, sonst sind Erkältungskrankheiten programmiert. Reisestress und Temperatursturz lassen bis zu einem Drittel der Fernreisenden nach dem Urlaub krank werden.

Auch Ernährungsumstellungen und mitgebrachte Krankheitserreger tragen zu dieser Statistik bei. Wenn Verdauungsstörungen oder gar Fieberschübe auftreten, sollte man sofort zum Arzt gehen. Es muss nicht gleich Malaria oder Dengue sein. Aber mit bakteriellen Infektionen, die die Verdauung stören, ist auch nicht zu spaßen. Eine Stuhlprobe kann Klarheit bringen, ob evtl. ein pathologischer Keim die Ursache ist. Wenn hartnäckige Durchfälle Sie quälen, die nicht aufhören wollen, die Haut sich möglicherweise gelb färbt und Fieber auftritt, könnten Sie sich ein Hepatitis A Virus eingefangen haben. Wenn blutiger und schleimiger Stuhl auftritt, kann auch eine Salmonellen-Infektion wie Typhus dahinterstecken. Bis die Krankheit ausbricht, können ein bis vier Wochen vergehen – Sie sind längst wieder zu Hause und denken vielleicht gar nicht daran, dass dies ein Mitbringsel aus dem Urlaub sein könnte.

Zur Akklimatisierung des Körpers ist Bewegung im Freien mit angepasster Kleidung wichtig, die den ungewohnt niedrigen Temperaturen vor allem am Abend und in der Frühe trotzt. Um den Körper jetzt herbstfit zu machen, sind auch Wechselduschen eine gute Hilfe. Sie härten den u. U. im Sommer etwas verweichlichten Körper ab. Der Temperaturunterschied macht’s: man beginnt immer mit einer warmen Dusche und hört mit einer kalten auf. Bewährt hat es sich auch, erst die Beine abzuduschen und dann langsam den Körper hinaufzuwandern. Wechselduschen trainieren die Blutgefäße, beleben die Haut und stärken das Immunsystem. Auch Saunagänge sind jetzt im Herbst besonders anzuraten.

Unterstützt werden solche Durchblutungsmaßnahmen idealerweise durch Bürstenmassagen. Dazu verwendet man am besten Bürsten mit Schweinsborsten. Durch Streichen über den Handrücken kann man ausprobieren, ob die Borsten als angenehm empfunden werden. Harte Bürsten oder Kunststoffprodukte sind ungeeignet. Durch diese klassische Bürstenmassage kommt der gesamte Organismus in Schwung. Das sorgt vor allem am Morgen für eine pulsierende Vitalität. (Vor dem Schlafengehen sollte man nicht bürsten – die Prozedur würde die Müdigkeit und die jetzt gerade erwünschte „Bettschwere“ vertreiben).

Hautmassagen können auch mit dem Massageband (Rubbelband ) ausgeführt werden, damit erreicht man vor allem die Körperrückseite sehr effektiv. Alle diese Maßnahmen, die schon Pfarrer Kneipp empfohlen hat, regen den Kreislauf an, wirken ausgleichend auf den Blutdruck, haben eine günstige Wirkung bei Cellulite und regen Leber, Nieren und den Darm an, was alle Ausscheidungsvorgänge (Körperentgiftung) verbessert und sogar Verstopfung vorbeugen kann.

Der beginnende Herbst ist die ideale Zeit, um das vernachlässigte Bewegungskonto auszugleichen: Wandern, Radfahren, Laufen und die Steigerung der Alltagsbewegungen dienen der Figur, senken das Gewicht und verbessern nachhaltig die Gesundheit.

Trotz einer Flut von Bewegungsmoden, Bewegungsliteratur und Bewegungsphilosophien werden die Dicken immer mehr und die Folgekrankheiten immer häufiger. Bewegungsmangel gilt als eine der Hauptursachen für die Ausbreitung von Zivilisationskrankheiten wie beispielsweise Diabetes oder koronare Herzkrankheiten. Rund 4000 Schritte legt der Mensch von heute während eines Arbeitstages im Büro noch zurück. Das hat die MEDIZIN-WELT in redaktionellen Selbstversuchen ermittelt.

Wenn Sie daran für sich etwas ändern wollen, sollten Sie mit der einfachsten Art des Bewegens beginnen: dem Gehen. 10.000 Schritte täglich, eingebaut in den ganz normalen Alltag, das genügt nach neuesten Erkenntnissen, um gesund zu bleiben. Die britische Herzstiftung empfiehlt, was US-Studien belegen: 10.000 Schritte, so die britische Herzstiftung, bedeuteten den Abbau von zirka 500 Kalorien. Eine mäßige, aber regelmäßige Beanspruchung des Körpers ist demnach gelegentlichen hohen sportlichen Leistungen vorzuziehen. Sie wirkt vorbeugend gegen Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes. Auch wenn Sie mit derartigen Erkrankungen bereits zu tun haben, empfiehlt sich diese sanfte Art der täglichen Aktivität.

Wie sich TV-Ärztin Marianne Koch für den Spaziergang stark macht

Viele Experten beschleicht inzwischen die Ahnung, dass etwas an den gängigen Bewegungskonzepten nicht optimal und schlüssig sein könnte. Zum Beispiel, dass die vorgeschlagenen Aktivitäten fast immer eine Ausnahmesituation erfordern, gerade so, als sei es im Alltag überhaupt nicht möglich, sich zu bewegen. Gemeint ist, dass sportliche Betätigungen stets auf eigenen Geländen, auf Fußball- und Tennisplätzen, in Fitnessräumen und Schwimmbädern, auf Loipen, Wander- und Radwegen, auf Jogging- und Walkingparcours stattzufinden haben.

Viel sinnvoller sind Bewegungen, die immer und überall möglich sind. Die ehemalige Filmschauspielerin Marianne Koch, die nach einem Studium zur Medizinerin umgesattelt hat, wird nicht müde, für den guten alten Spaziergang zu werben. Sie ist Autorin eines bemerkenswerten Buches mit dem Titel „Körperintelligenz – was sie wissen sollten, um jung zu bleiben“. Die Expertin weist daraufhin, dass „tägliche Spaziergänge von zwei bis drei Kilometern“ zum Beispiel bei älteren Menschen „das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko um 50 Prozent“ senke. Nach neuesten Untersuchungen sei das Tempo dabei egal.

Auch der Herzspezialist Prof. Dr. med. Herbert Löllgen vom Klinikum Remscheid erklärt, dass das Risiko eines Herzinfarkts bei regelmäßiger körperlicher Aktivität um 35 Prozent abnehme. Dabei seien keine sportlichen Höchstleistungen nötig. Löllgen: „Schon der regelmäßige Spaziergang kann als wirksame Prävention angesehen werden“.

Warum Experten mehr von Alltags-Bewegungen halten als vom Fitnesscenter

Bewegungen sollten also in den Alltag eingebaut werden. „Wer sich vornimmt, jeden Tag im Fitnesscenter zu trainieren oder eine halbe Stunde zu joggen, hält das nicht dauerhaft durch“, sagt Michael Despeghel-Schöne, Sportwissenschaftler und Autor des Buches „Fitness für faule Säcke“. Auch er plädiert dafür, Bewegung in den Alltag zu integrieren, statt sich „dem allgemeinen Fitnesswahn“ zu unterwerfen. „Zweimal am Tag zu Fuß in die fünfte Etage zu laufen, entspricht bezüglich der Entwicklung der Leistungsfähigkeit etwa 15 Minuten Joggen“, rechnet er vor. Es komme letztlich nur darauf an, Gelegenheiten zu suchen, um einen Schritt mehr statt ja keinen zu viel zu tun. – Also lieber mal einen Umweg machen als immer eine Abkürzung zu suchen.

Weshalb Fussball-Arzt Müller-Wohlfahrt immer wieder Bewegung predigt

Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, „der Wunderarzt der Bundesliga“ (FOCUS) mahnt: „Wir müssen umdenken. Tägliche Bewegung sollte genauso selbstverständlich sein wie Zähneputzen. Keiner von uns denkt mehr darüber nach, ob er wirklich seine Zähne putzen soll – wir machen es einfach.“

So in Fleisch und Blut übergehen müsse auch die tägliche Bewegung. Denn, so Müller-Wohlfahrt, „der Krankmacher Nummer eins hat einen hässlichen Namen: Hypokinese – Bewegungsmangel.“ Viele betrachteten Bewegungsmangel noch „schicksalsergeben als typische Zivilisationskrankheit“. Der Arzt: „Viele tun noch immer so, als könnten sie nichts dagegen tun.“ Aber: „Als Bewegungsmuffel sind wir eine Fehlkonstruktion. Das ist eine Tatsache. Der Mensch ist zur Bewegung geboren. Bewegung ist Leben und Leben ist Bewegung. Bewegung ist eigentlich ein Urinstinkt.“

Der Sportmediziner und Internist Prof. Dr. Burkhard Weisser von der Christian-Albrechts-Universität Kiel gibt In MEDIZIN-WELT Antwort auf die Frage wie es kommt, dass mit jedem Kilo Gewichtsabnahme der Blutdruck sinkt, und zwar um bis zu drei Millimeter Quecksilbersäule.

Wodurch ein Mehr an Bewegung Alzheimer vorbeugt

Regelmäßige körperliche Bewegung beugt außerdem Alzheimer vor. Wer immer in Bewegung bleibt, senkt sein Risiko, an Alzheimer zu erkranken um bis zu 40 Prozent. Höchstleistungen sind dafür nicht erforderlich. Regelmäßiges körperliches Training genügt, um der gefürchteten Demenz vorzubeugen. Bereits ein flotter Spaziergang („Walking“) dreimal in der Woche reicht aus, um das Alzheimer-Risiko deutlich zu verringern, erklärt der Leiter einer neuen amerikanischen Bewegungs-Studie. Sie wurde mit Senioren durchgeführt, die alle älter als 65 Jahre waren. Die Untersuchung fand an der Universität Washington statt und lief über sechs Jahre. Es haben 1.740 Personen teilgenommen. Die Ergebnisse sind ausgesprochen ermutigend.

Wie Vollweib Christine Neubauer zur Bewegung steht

Christine Neubauer, Schauspielerin („Die Geierwally“, TV-Serie "Die Landärztin") und Autorin des Bestsellers „Die Vollweib-Diät“ sagt über die tägliche Bewegung in MEDIZIN-WELT, diese sei „sehr wichtig“ und trage entscheidend dazu bei, das Gewicht zu halten.

Dr. med. Peter Schleicher, Münchner Immunologe und Krebstherapeut, Autor vieler Bücher zum Thema Gesundheit wie beispielsweise „Natürlich heilen mit Schwarzkümmel“ und die Neuerscheinung „Argan-Öl“, ist ebenfalls ein Verfechter gesunder Bewegung. Er sagt, die tägliche Bewegung sei ein bislang noch vernachlässigter Faktor. „Statt manchmal Sport zu treiben, sollte man in der Tat immer in Bewegung sein, wie Menschen früherer Generationen auch. Damals war es durch die Lebensumstände einfach nötig. Heute muss man sich bewusst bewegen, auch wenn es nicht nötig ist. So kann man das Körperfett reduzieren, den Blutdruck senken, die Atmung verbessern und damit das Herz-Kreislauf-System stabilisieren.“

23. September: Herbstanfang

Der astronomische Herbstanfang ist auf der nördlichen Erdhalbkugel der Zeitpunkt, an dem die Sonne den Himmelsäquator von Norden nach Süden überschreitet. Die Sonne wechselt von der Nord- auf die Südhalbkugel der Erde. Dabei erreicht sie das Sternbild Waage. Die Tage werden kürzer und kälter, die Natur richtet sich bei uns auf den Winter ein.

Zum Herbstanfang sind an jedem Ort der Erde Tag und Nacht gleich lang. Der Herbstanfang wird deshalb auch als Tag-und-Nacht-Gleiche (Äquinoktium) bezeichnet. Die Sonne geht überall auf der Erde um 06.00 Uhr Ortszeit auf und um 18.00 Uhr unter. Danach bewegt sich die Sonne auf den südlichen Wendekreis zu, so dass auf der Nordhalbkugel die Tage kürzer und die Nächte länger werden. Um den 21. Dezember herum erreicht die Sonne den südlichen Wendekreis und wandert allmählich wieder zurück in den Norden. Um den 21. März herum erreicht sie wieder den Himmelsäquator. Das bedeutet, dass dann wieder Tag-und-Nacht-Gleiche herrscht – das Frühlings- Äquinoktium.

Herbstanfang – die Temperaturen sind jetzt ideal für Natursportarten

Im Herbst lockt die Natur mit ihrer Farbenpracht nach draußen. In den Blättern der Laubbäume verändert sich die Zusammensetzung der Farbstoffe. Die grünen Pigmente, mit denen die Pflanzen während des Sommers Licht in Energie umgewandelt haben, bilden sich zurück. Die Pflanzen entziehen den Blättern den wertvollen Stickstoff, um ihn nicht mit den Blättern abzuwerfen. Dadurch kommen die roten und gelben Farbpigmente zum Vorschein, die für die Herbstfärbung verantwortlich sind.

In den kürzer werdenden Tagen im Herbst stellt sich die Immunabwehr des Menschen auf den Winter ein. Für die kalten Monate rüstet sich der Körper mit zusätzlichen Abwehrzellen. Dieser Alarmzustand bleibt über vier Monate bestehen. Danach senkt der Körper die Zahl der Abwehrzellen wieder auf Sommerniveau.

Ein altes deutsches Sprichwort sagt „der September ist der Mai des Herbstes.“ Nicht nur wegen der überschwenglichen Farben. Es kommt eine ganz spezielle Schönwetterperiode auf uns zu: der Altweibersommer. Er kündigt sich an mit lauen, gemäßigten Temperaturen. Mit „weiben“ wurde im Altdeutschen das Knüpfen von Spinnweben bezeichnet. Und tatsächlich sind jetzt überall Gespinste zu finden, zwischen Türpfosten, über Fußwege und im Gezweig, die in den Morgenstunden durch den Tau besonders auffallen. Die glänzenden Fäden (auch als „Herbstfäden“ bezeichnet) glitzern im Sonnenlicht wie lange, silbergraue Haare. Früher glaubten die Leute, so erzählen es diverse Sagen, dass alte Weiber diese „Haare“ beim Kämmen verlieren würden. Oder es hieß, dass hier die „Nornen“ der germanischen Mythologie die Lebens- oder Schicksalsfäden spinnen würden. Eine alte Bauernweisheit lautet: „Wenn im September viel Spinnen kriechen, sie meist einen strengen Winter riechen.“

Herbstwandern – ein wahrer Gesundbrunnen

Die Temperaturen im frühen Herbst sind ideal für die Ausübung von Natursportarten wie Wandern etc. Man sollte deshalb jetzt im Herbst dem Mega-Trend Wandern folgen. Wandern gilt unter Sportmedizinern als optimaler Gesundheitssport. Wandern bringt aber auch Entspannung und Wohlfühlgefühl. Mehr kann man für seine Gesundheit kaum tun. Ein Schweizer Wissenschaftler sagt: „Wandern in eine Pille gepackt wäre die Jahrhundertmedizin und nobelpreiswürdig!“

Besonders geeignet für Wanderungen sind vor allem Mittelgebirge, wie sie Deutschland in reichem Maße besitzt. Hier herrscht während der meisten Zeit des Jahres ein mildes Schonklima, das einen besonders guten Erholungswert garantiert.

Wo wandern am gesündesten ist

Den Unterschied zwischen der Erholung beim Wandern in einem deutschen Mittelgebirge und einer Fernreise aus dem Katalog, erklärt der Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Dr. Lutz Koch im MEDIZIN-WELT-Interview „Wo wandern am gesündesten ist“ Koch: „Viele Menschen durchlaufen nach ihrem Sommerurlaub in der Ferne eine ‚Rückkehrkrise’, ein sogenanntes Holiday-Syndrom. Die Ursache liegt darin, dass sich das Nervensystem und der Biorhythmus an die vor dem Urlaub gewöhnten Bedingungen wieder anpassen muss. Sie waren im Urlaub völlig verändert, weil andere Einflüsse plötzlich wirksam waren. Jetzt gilt es, zu den Alltagsbedingungen zurückzukehren. Selbst ein in den letzten Wochen verschobener Hormonhaushalt muss wieder in den Ablauf am Heimatort eingeregelt werden. Die wichtige ‚innere Uhr’ stellt sich langsam auf die früher vorhandenen Abläufe ein. Das dauert immerhin acht bis zehn Tage.“

Jedes Jahr kommen Millionen Touristen krank aus ihrem Urlaub zurück, wie Reisemediziner und Hausärzte berichten. Die Hauptgründe seien der Stress auf anstrengenden Fernreisen, Infektionen und Klimareize, die nicht vertragen werden.

Wer hingegen seinen Urlaub in einem heimischen Mittelgebirge verbringt, hat diese Probleme nicht. Warum Mittelgebirge ideale Wandergegenden sind, die einen besonders hohen Erholungswert bieten, erläutert der Biomediziner Koch so: „Ältere Menschen fühlen sich im Mittelgebirge sehr wohl, besonders im Herbst. Dort herrscht vorwiegend ein Schonklima, das gut vertragen wird, natürlich auch von jüngeren Menschen. Insbesondere dann, wenn sie sich überfordert und nervös fühlen. Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen, Atemwegsbeschwerden, Gelenkschmerzen und Überforderungssymptomen finden in diesen Regionen Erholung, Gesundheit, Beschwerdefreiheit und Zufriedenheit.“

Das Altmühltal: ideal für Wandern, Radfahren und Kanutouren

Auch der Wald hat an diesem hohen Erholungswert mächtig Anteil - er tut richtig gut! Warum das so ist, erklärt Koch ebenfalls: „Der Wald ist Jungbrunnen. Das Grün der Nadeln und Blätter sorgt für viel Sauerstoff. Im Wald ist gesunde und reine Luft. Die Sonne scheint nicht grell und intensiv. Schatten spendet Ruhe für den Geist. Erholsame Spaziergänge, die die Atmung und den Kreislauf anregen, sind körperliche Aktivitäten, die im Wald über lange Zeit durchgeführt werden können.“

Und wer noch etwas besonderes tun möchte, seine Bewegung ein wenig intensivieren, der sollte sich jetzt im Herbst in einer Mittelgebirgslandschaft aufs Rad schwingen. Koch: „Viele Muskeln werden bewegt. Je nach Schnelligkeit fordert man Atmung und Kreislaufsystem. Der Stoffwechsel funktioniert besser. Der Wärmehaushalt passt sich an - Schwitzen ist normal, sogar gesund. Die Gelenke werden entlastet, aber auch schonend beansprucht. Viele Kalorien werden bei längerem Fahren verbraucht. Die Psyche entspannt sich beim Durchfahren von reizvollen Gegenden. Radfahren schafft rundum bessere Gesundheit, ist für jeden gut geeignet, verlangt wenig Aufwand und macht viel Spaß.“

Eine dieser Mittelgebirgsregionen mit optimalen Wandereigenschaften ist der Fränkische Jura. in den eingeschlossen sich das berühmte Altmühltal befindet. Hier kommen sogar zwei Faktoren zusammen, die besonders vorteilhafte Bedingungen für ein Urlaubsgebiet schaffen: eine mittlere Höhenlage mit reizarmem Klima und eine vom Wasser geprägte sanfte Landschaft.

Der Baum des Monats September: Die Eberesche

Den keltischen Druiden galt dieser Baum als heilig. Ihre Orakelstätten waren von Ebereschen gesäumt. Sie erfreuen das ganze Jahr über unser Auge: im Frühling mit ihren zartgrünen gefiederten Blättern, zu Beginn des Sommers durch die weißen, duftenden Blütendolden und im Herbst lassen die scharlachroten Beerentrauben die Ebereschen zu wunderschönen Farbtupfern in Wald und Flur werden.

Im Volksmund heißt die Eberesche „Vogelbeerbaum“ – natürlich deshalb, weil die rote Farbe so viele Vögel anlockt. Sogar Vogelfänger machen sich das zunutze. Der Name Eberesche kommt von „Aberesche“ – das heißt soviel wie „nicht echt Esche“. Die Blätter der Eberesche ähneln denen der richtigen Esche, aber die Eberesche gehört zur Familie der Rosengewächse. Die Beeren schmecken im übrigen recht bitter. Wer es mag, kann dennoch daraus mit Äpfeln zusammen Mus kochen. Auch zum Schnapsbrennen eignen sich die korallenroten Beeren. Vogelbeerenschnaps gilt in manchen Gegenden als Mittel gegen Prostataleiden.

Die Naturmedizin des Monats September: Rosmarinwein bei Verdauungs- und Potenzproblemen

Zwei Esslöffel der getrockneten, nadelförmigen Rosmarinblätter in einem Liter trockenen Weißwein – zum Beispiel fränkischen Silvaner – ziehen lassen. Zubereitung: An einen sonnigen Ort (Fensterbank) stellen und einmal täglich schütteln. Nach einer Woche durch ein Leintuch abseihen und in eine gut verschließbar Flasche füllen. Kühl aufbewahren. Ein Schnaps- oder Likörglas davon weckt die Lebensgeister und hilft träger Verdauung auf die Sprünge. Bei Bluthochdruck und Schafstörungen sollte man den Rosmarinwein nicht einnehmen.

Im Rosmarinwein enthalten sind die Stoffe Cholin, Saponin, verschiedene Glykoside, Terpene und Wirkstoffe, die dem Kampfer ähneln. Wegen der stark blutdrucksteigernden Wirkung dient Rosmarinwein (ähnlich dem Prinzip „Viagra“) auch als potenzsteigerndes Mittel (Aphrodisiakum). In Griechenland gibt es unter Männern den Spruch „Ich trinke jetzt Rosmarinwein“ – gemeint ist, ich habe eine Neue, ich bin verliebt.

Der MEDIZIN-WELT Schönheitstip: So bekommen Sie rosige und volle Lippen

Wichtig dafür ist eine besonders gute Durchblutung – wie beispielsweise nach intensivem Küssen. Dazu gibt es einen einfachen Trick: Täglich mehrmals die Lippen etwa zwei bis drei Minuten mit einer weichen Zahnbürste massieren. Die Wirkung wird noch verstärkt, wenn sie - je nach Geschmack - einen Tropfen trockenen Weißwein oder Obstbrand auf die Bürste geben.

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